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Tourismus-Studie fordert mehr Mitsprache für Anwohner

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

Wer in Andalusien lebt, soll stärker mitentscheiden, wie sich der Tourismus entwickelt. Eine Studie der Universität Jaén fordert, den Erfolg von Reisezielen nicht nur an Gästezahlen, Übernachtungen und Ausgaben zu messen.

Un grupo de turistas ante la Catedral de Jaén.
Europa Press

Die Forscher sehen auch Wohnen, Sicherheit, öffentliche Dienstleistungen und Lebensqualität als entscheidende Maßstäbe. Die Universität Jaén informierte am Freitag über die Untersuchung, die in der Fachzeitschrift „Sustainable Development“ erschienen ist.

Anwohner sollen den Tourismus bewerten

Die Autoren verlangen eine langfristige Tourismusplanung, die politische Zyklen überdauert. Zudem sollen die Zuständigkeiten zwischen den Verwaltungen klarer abgegrenzt und die Beteiligten wirksamer in die Steuerung des Tourismus eingebunden werden.

Besonders wichtig ist ihnen die regelmäßige Befragung der Bevölkerung in den Urlaubsorten. Indikatoren zur Zufriedenheit der Anwohner sollen verfolgen, wie sich der Tourismus auf das tägliche Leben vor Ort auswirkt.

Keine Regel passt für alle Orte

Die Studie sieht Chancen in ländlichen Regionen und Reisezielen im Landesinneren, um den Tourismus in Andalusien gleichmäßiger zu verteilen. Nachhaltige Mobilität und Technik sollen helfen, Besucheransammlungen früh zu erkennen und Ströme zu lenken, bevor Überlastung entsteht.

Uneinigkeit unter den Experten gibt es bei Steueranreizen, Maßnahmen zu Ferienwohnungen sowie Instrumenten zum Schutz des lokalen Handels und der kulturellen Identität. Nach Einschätzung der Forscher braucht deshalb jeder Ort passende Regeln: Die Probleme einer großen historischen Stadt, einer stark besuchten Küstengemeinde oder eines ländlichen Ziels seien unterschiedlich.

Themen: Tourismus · Politik

Quelle: Europa Press / Mallorca.com