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Portocolom: 60 Traditionsboote bangen um feste Liegeplätze

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

Bis zu 60 Traditionsboote könnten in Portocolom auf Mallorca von neuen Bedingungen für Liegeplätze betroffen sein. Der Verein der traditionellen Boote fordert deshalb feste, sichere und bezahlbare Plätze für die Holzboote. In den restaurierten Bereichen Sa Bassa Nova 1 und Es Babo erlauben erste Genehmigungen den Booten nur vier bis sechs Monate im Wasser.

Reclaman amarres permanentes y asequibles para preservar las barcas tradicionales de Portocolom
Europa Press

2.862 Euro im Jahr – aber nur Monate im Wasser

Für die Casetas setzen die Genehmigungen einen jährlichen Kanon von 2.862 Euro fest. Nach Ansicht des Vereins bedeutet das einen radikalen Bruch mit dem früheren Modell: Damals konnten die Boote das ganze Jahr im Meer bleiben und galten wirtschaftlich als sozial abgesichert.

Die Vereinigung warnt, dass restaurierte Boote sechs oder acht Monate außerhalb des Wassers zu lagern, ihre Zukunft gefährden könne. Bereits im Oktober 2024 hatte sie PortsIB darauf hingewiesen, dass die Boote nicht lange außerhalb des Wassers bleiben könnten. Der Verein schlug vor, die Arbeiten in Etappen umzusetzen und betroffene Boote vorübergehend auf nicht betroffene Liegeplätze zu verlegen.

Verein kritisiert 36 Basisliegeplätze für Freizeitboote

Parallel treibt PortsIB ein separates Verfahren für 36 Basisliegeplätze für Freizeitboote der siebten Liste voran. Der Verein hält es für schwer nachvollziehbar, dass diese Boote feste Plätze erhalten, traditionelle Holzboote aber nicht.

Auch das Bild von Sa Capella mit seinen traditionellen „llaüts“ und „bots“ könnte sich nach Einschätzung der Vereinigung verändern. Kleinere, nicht registrierte „bots“ hätten zudem keine Möglichkeit mehr, einen Liegeplatz zu bekommen.

Das diesen Sommer veröffentlichte Buch „Catalogació de barques tradicionals de Portocolom 2023-2024“ dokumentiert 197 traditionelle Boote. Mehr als ein Drittel davon befindet sich in Portocolom. Der Verein verlangt nun ganzjährige Basisliegeplätze, soziale Tarife und eine Berücksichtigung traditioneller Holzboote bei der Vergabe.

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Quelle: Europa Press / Mallorca.com