Balearen stimmen gegen 1,05 Millionen für Uni-Professoren
Öffentliche Universitäten auf den Balearen sollen 1,05 Millionen Euro für neue Professorenstellen erhalten – obwohl die Inseln als einzige autonome Gemeinschaft gegen die Verteilung gestimmt haben. Das Ministerium für Wissenschaft, Innovation und Universitäten beschloss die Überweisung am Freitag, 4. September, in der Konferenz für Universitätspolitik in Madrid. Bundesweit verteilt die Regierung 149,67 Millionen Euro aus dem Programm María Goyri.
Für die Balearen sind exakt 1.058.568 Euro vorgesehen. Mit dem Geld sollen Stellen für profesores ayudantes doctor an öffentlichen Universitäten finanziert werden. Nach Angaben des Ministeriums übernimmt die spanische Regierung damit erstmals die Gehälter von Universitätslehrkräften in einem Bereich, der eigentlich bei den autonomen Gemeinschaften liegt.
Universitäten haben Gehälter für 2026 vorgestreckt
Die Rektorenkonferenz CRUE begrüßt, dass die Überweisung der Mittel nun freigegeben ist. Nach ihren Angaben haben die öffentlichen Universitäten die Gehälter für 2026 der 3.400 bereits eingestellten Lehrkräfte bisher vorfinanziert.
Jetzt müssen die autonomen Gemeinschaften das Geld an die Universitäten in ihrem Zuständigkeitsbereich weiterleiten. Das Programm soll bis 2028 schrittweise insgesamt 5.638 Lehrkräfte an öffentliche Hochschulen bringen – 70 Prozent mehr als im Studienjahr 2023-2024.
Sommerbrände hatten den Beschluss verzögert
Ende Juli hatten mehrere von der PP regierte Gemeinschaften wegen der Waldbrände um eine Verschiebung der Konferenz gebeten. Zu den Regionen, die damals eine Verlegung verlangten und anschließend nicht teilnahmen, gehörten auch die Balearen.
Dadurch kam zunächst nicht die nötige Mehrheit für einen gültigen Beschluss zustande. Das Ministerium erklärte, die Verzögerung bremse die Auszahlung der insgesamt 150 Millionen Euro für die Verträge.
Die Regierung finanziert über sechs Jahre 3.400 dieser Stellen mit mehr als 900 Millionen Euro. Weitere 2.236 Stellen bezahlen die autonomen Gemeinschaften mit zusätzlich 600 Millionen Euro.
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Quelle: Europa Press / Mallorca.com