Prohens nennt Untätigkeit auf den Balearen verzweifelt
Nach der Ankunft eines Bootes am Montag schließen sich Nachbarn in Colònia de Sant Jordi auf Mallorca laut Marga Prohens aus Angst in ihren Häusern ein. Die Regierungschefin der Balearen nennt die Untätigkeit der Zentralregierung bei irregulärer Migration am Dienstag im Parlament in Palma „verzweifelt“. Sie reagierte auf eine Frage der Vox-Sprecherin Manuela Cañadas.
Prohens sagte, die ständigen irregulären Ankünfte auf den Balearen erzeugten bei ihr „enorme Ohnmacht“. Bereits vor ihrer Amtszeit als Regierungschefin habe sie die Zentralregierung wegen der steigenden Zahl von Ankünften zum Handeln aufgefordert.
Prohens verweist auf Briefe an die Zentralregierung
Nach eigenen Angaben hat Prohens so viele Schreiben an die Zentralregierung geschickt, dass sie sie nicht mehr zählen könne. Darin habe sie vor den Bedingungen gewarnt, unter denen die Balearen Migranten aufnehmen müssten.
Sie kritisierte zudem die Sozialisten der PSIB, weil diese lediglich von „signifikanten Zunahmen“ sprächen. Prohens verwies dabei auf die Sorgen von Anwohnern in Colònia de Sant Jordi.
Vox nennt Zahlen zu den Ankünften
Cañadas erklärte im Parlament, in diesem Jahr seien mehr als 5.300 irreguläre Migranten auf den Balearen angekommen. Im vergangenen Jahr seien es mehr als 7.000 gewesen.
Die Vox-Sprecherin warnte davor, die Entwicklung zu normalisieren. Prohens sagte, der spanische Geheimdienst CNI habe davor gewarnt, dass die Regularisierung einen Anreizeffekt auslöse.
Themen: Migration · Politik · Ses Salines
Quelle: Europa Press / Mallorca.com