Waldbrände auf den Balearen: Regierung schaltet Hilfen frei
Nach Waldbränden auf den Balearen können Menschen und Einrichtungen mit nachgewiesenen Schäden jetzt Hilfen beantragen. Die spanische Regierung hat die betroffenen Gebiete am 15. September als schwer von einer Zivilschutz-Notlage betroffen eingestuft – früher waren solche Gebiete als Katastrophengebiete bekannt. Der Beschluss umfasst 112 Schadensereignisse in 14 autonomen Gemeinschaften zwischen dem 27. Juli und dem 31. August 2026.
Zu den berücksichtigten Fällen zählen Waldbrände auf den Balearen sowie in weiteren Regionen Spaniens. In der Liste stehen auch einzelne Feuer, die vor diesem Zeitraum ausbrachen, deren Einsatzlage aber erst zwischen dem 27. Juli und dem 31. August an das Nationale Notfallzentrum gemeldet wurde.
Hilfe für Schäden und Einsatzkosten
Betroffene können bei der Generaldirektion für Zivilschutz und Notfälle im Innenministerium Unterstützung beantragen. Die Hilfen sollen Schäden an Personen, Wohnungen und Hausrat abfedern. Auch Gemeinden, Betriebe aus Industrie, Handel und Dienstleistungen sowie Personen oder Firmen, die bei der Bewältigung der Notlage geholfen haben, können berücksichtigt werden.
Das Innenministerium prüft außerdem Gebührenerleichterungen bei der Verkehrsbehörde. Sie könnten etwa für Ersatzpapiere nach dem Verlust von Führerschein oder Fahrzeugschein sowie für die Abmeldung beschädigter Fahrzeuge gelten.
Steuern und Wiederaufbau im Blick
Das Finanzministerium soll Befreiungen bei der Grundsteuer und Ermäßigungen bei der Steuer auf wirtschaftliche Tätigkeiten festlegen. Hilfen für Personenschäden bleiben wie üblich von der Einkommensteuer befreit.
Gemeinden können für Projekte zur Reparatur kommunaler Infrastruktur, Anlagen und Ausrüstung Zuschüsse von bis zu 50 Prozent erhalten. Die Regierung kann die Maßnahmen ausweiten, sobald eine vollständigere Schadensbilanz vorliegt.
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Quelle: Europa Press / Mallorca.com