33ºC vor Mallorca: Warmes Meer erhöht Starkregen-Potenzial
Vor Dragonera auf Mallorca erreichte das Mittelmeer vor einigen Wochen 33ºC. Das warme Wasser kann Starkregen im Herbst verstärken – doch allein löst es weder Überschwemmungen noch Gewitter aus.
Am 13. August lag die Oberflächentemperatur des gesamten Mittelmeers bei 28,54ºC. Das war laut der staatlichen Wetteragentur Aemet der höchste Wert seit mindestens 1940. Fast den ganzen August über seien tägliche Temperaturrekorde gefallen.
Heißes Wasser liefert Feuchtigkeit für Gewitter
Ein wärmeres Meer bringt mehr Feuchtigkeit und Energie in die unteren Luftschichten, erklärt Meteorologin Marta Almarcha von Eltiempo.es. Treffen diese Bedingungen auf eine Wetterlage mit Instabilität, können Niederschläge intensiver ausfallen.
Dafür müssen aber mehrere Faktoren zusammenkommen: Feuchtigkeit, Instabilität, Winde und eine anhaltende Wetterkonstellation. Eine DANA, auch Kaltlufttropfen genannt, kann eine solche Entwicklung auslösen. Auch ein ausgeprägter Trog mit beständigen Seewinden kann laut Almarcha extreme Wetterlagen begünstigen.
Keine automatische Unwetter-Garantie für Mallorca
Klimatologe Samuel Biener von Meteored sieht in diesem Jahr ein höheres Potenzial für sehr intensive Regenfälle irgendwo im Mittelmeerraum. Wahrscheinlich sei ein großes Starkregen-Ereignis aber erst, wenn eine Wetterlage die vorhandene Energie tatsächlich auslöst.
Ein heißes Meer allein reiche nicht aus. Biener verweist darauf, dass es in den vergangenen Jahren trotz sehr warmem Mittelmeer trockene Herbstmonate im Osten Spaniens und auf den Balearen gegeben habe. Auch nicht jede DANA bringt extreme Regenfälle – und nicht jeder Starkregen entsteht durch einen Kaltlufttropfen.
Themen: Überschwemmungen · Wetter
Quelle: Europa Press / Mallorca.com