Wartelisten in Krankenhäusern: PSIB meldet Anstieg
Der PSIB hat am 21. August in Palma vor einem Anstieg der Wartelisten in Krankenhäusern gewarnt. Nach Angaben der Sozialisten stehen 112.000 Patienten auf den Listen, 20 Prozent mehr als vor einem Jahr.
Besonders kritisch sei die Lage bei Operationen, erklärte die sozialistische Abgeordnete Patricia Gómez. Im Sommer hätten mehr als 17.000 Patienten auf einen Eingriff gewartet. Das seien 2.911 mehr als im Vorjahr; weitere 2.998 Patienten stünden seit mindestens sechs Monaten auf einer Warteliste.
Kritik an Informationen zu Wartezeiten
Gómez bezeichnete die Entwicklung am Hospital Son Espases als besonders besorgniserregend. Die Kurven der Wartelisten zeigten dort im vergangenen Jahr einen fortlaufenden Anstieg.
Zugleich kritisierte sie die Conselleria de Salud wegen mangelnder Transparenz. Nach Darstellung des PSIB veröffentlicht die Behörde seit zwei Jahren keine Wartezeiten mehr für die Primärversorgung. Auch Verzögerungen bei radiologischen Untersuchungen würden nicht publiziert; Patienten berichteten demnach von Wartezeiten von einem Jahr für eine Magnetresonanztomographie.
Für lange Wartezeiten verwies Gómez auf das Dekret über Wartezeitgarantien. Demnach müsse die Verwaltung bei Krankenhaussprechstunden ab zwei Monaten und bei Operationen ab sechs Monaten eine Lösung anbieten.
Vorwürfe zur Ambulanzflotte
Zudem kritisierte Gómez die Erneuerung der Ambulanzflotte, für die 56 Millionen Euro aus öffentlichen Mitteln vorgesehen sind. Nach ihren Angaben kostet der Dienst monatlich 700.000 Euro und es komme wiederholt zu abgesagten Einsätzen.
Die Abgeordnete bemängelte fehlende Klimaanlagen in Fahrzeugen. Außerdem verfügten nach ihren Angaben noch 50 Ambulanzen nicht über eine Auffahrrampe und könnten daher keine Menschen im Rollstuhl transportieren.
Themen: Gesundheit · Politik
Quelle: Europa Press / Mallorca.com