Can Misses auf Ibiza: Patienten warten 6,7 Stunden
Patienten im Hospital Can Misses in Eivissa auf Ibiza warteten in diesem Jahr 6,7 Stunden auf die Bearbeitung ihrer Fälle in der Notaufnahme. Gesundheitsministerin Manuela García sagte am Dienstag im Parlament, die Regierung organisiere den Dienst seit Monaten mit konkreten Maßnahmen neu.
Weniger Notfälle, mehr Personal
Nach Angaben der Ministerin behandelte die Notaufnahme in diesem Jahr 38.355 Notfälle. Das sind 4 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum 2025.
García stellte der aktuellen Wartezeit von 6,7 Stunden eine Wartezeit von 9,2 Stunden während der progressistischen Legislaturperiode gegenüber. Den Dienst habe die Regierung in dieser Legislaturperiode zudem mit vier Ärzten, 18 Pflegekräften und zehn Technikern für Pflegehilfen verstärkt. Zu den Maßnahmen zählt García auch den Einsatz von Kinderärzten.
Streit um eine Überlastung
Die sozialistische Abgeordnete Irantzu Fernández fragte García, ob sie weiterhin bestreite, dass die Notaufnahme von Can Misses überlastet sei. Fernández kritisierte außerdem, die Ministerin sei im Sommer kaum auf der Insel gewesen.
García entschuldigte sich bei Patienten, die länger als vorgesehen warten mussten. Sie verwies auf zahlreiche Treffen zur Neuorganisation des Dienstes und machte die Sozialisten für dessen aus ihrer Sicht schlechten Zustand nach der vergangenen Legislaturperiode verantwortlich. Fernández wertete die Entschuldigung dagegen als Eingeständnis einer Überlastung und forderte die Ministerin auf, dies auch den Beschäftigten in Eivissa zu sagen.
Themen: Gesundheit · Politik
Quelle: Europa Press / Mallorca.com