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Mallorca: MÉS plant höhere Wasserpreise für Vielverbraucher

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

Wer auf Mallorca viel Wasser verbraucht, soll nach dem Willen von MÉS per Mallorca künftig mehr zahlen. Die Partei stellte am Freitag in Palma ein Zehn-Punkte-Programm vor, das progressive Wasserpreise, weniger Lecks und strengere Vorgaben für Bauprojekte vorsieht.

La diputada ecosoberanista Maria Ramon, en rueda de prensa.
Europa Press

Der Grundverbrauch soll bezahlbar bleiben, während übermäßiger Verbrauch teurer würde. MÉS will dabei zwischen großen Verbrauchern sowie Wohn-, Tourismus-, Gewerbe- und Freizeitnutzungen unterscheiden. Haushalte in schwieriger Lage sollen geschützt werden.

Große Verbraucher sollen sparen

Für große Verbraucher fordert die Partei Sparziele, Wasser-Audits und Effizienzpläne. Das gilt besonders für den Tourismussektor und Aktivitäten mit hohem Wasserbedarf. Zusätzliche Einnahmen aus hohen Verbräuchen sollen laut MÉS in neue Leitungen, Wiederverwendung, Abwasserentsorgung und die Erholung der Grundwasservorkommen fließen.

Maria Ramon von MÉS per Mallorca fordert außerdem einen mehrjährigen außerordentlichen Investitionsplan für den Wasserkreislauf. Die balearische Regierung und der Inselrat von Mallorca sollen Gemeinden dabei finanzieren, Leitungen zu erneuern, Netze in Abschnitte zu teilen und Wasserverluste zu senken. Vorgesehen sind auch Digitalisierung, Fernablesung, intelligente Zähler sowie jährliche öffentliche Ziele für weniger Verluste.

Wasser soll über neue Bauprojekte entscheiden

MÉS will die Gutachten zur ausreichenden Wasserversorgung bei bestimmten Änderungen der Bauleitplanung wieder einführen und stärken. Gerade hier waren bestimmte Änderungen der Bauleitplanung durch das sogenannte Omnibus-Gesetz von der Pflicht zu solchen Gutachten ausgenommen worden.

Die tatsächlich verfügbare Wassermenge soll nach dem Vorschlag schon vor neuem Wohn-, Tourismus- oder Städtebau verbindlich berücksichtigt werden. MÉS will die Wasserkapazität zudem im Territorialplan von Mallorca und in den kommunalen Planungen als maßgeblichen Faktor für die Belastungsgrenze verankern.

Das Programm sieht darüber hinaus vor, gereinigtes Wasser stärker etwa in Landwirtschaft, Bewässerung, Gärten, Reinigung, öffentlichen Einrichtungen und Industrie einzusetzen. Die Partei fordert auch Schutzmaßnahmen für übernutzte, versalzte oder verschmutzte Grundwasservorkommen sowie mehr Kontrollen von Brunnen und Wasserentnahmen.

In Gebieten mit Wasserstress oder übernutzten Grundwasservorkommen schlägt MÉS Einschränkungen oder Moratorien für neue private Pools vor. Bei Trockenheit soll außerdem das Füllen mit Leitungswasser begrenzt werden können.

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Quelle: Europa Press / Mallorca.com