WhatsApp-Betrug in Palma: Täter fordern bis zu 1.000 Euro
Kontakte erhalten plötzlich dringende Geldforderungen, obwohl der echte WhatsApp-Nutzer seine App weiter ganz normal verwendet. Die Polizei in Palma auf Mallorca warnt nach mehreren ähnlichen Anzeigen in den vergangenen Wochen vor diesem WhatsApp-Betrug. Täter schreiben im Namen von Freunden, Verwandten oder Bekannten und verlangen meist zwischen 950 und 1.000 Euro.
Die betroffene Person bemerkt den Identitätsmissbrauch oft nicht sofort. Die gefälschten Nachrichten tauchen nicht auf ihrem Handy auf, wohl aber in den echten Chats der Empfänger. Häufig erfahren die Opfer erst davon, wenn Kontakte sie anrufen oder über andere Wege fragen, ob sie wirklich Geld brauchen.
Täter nutzen Vertrauen unter echten Kontakten
Die Betrüger richten sich an Menschen, zu denen das Opfer bereits Kontakt hat. Nach Angaben der Nationalpolizei folgt die Masche dabei oft einem ähnlichen Muster: Es heißt etwa, das Handy sei kaputt, ein neues koste 980 bis 1.000 Euro oder eine Überweisung sei gerade nicht möglich.
Dann bitten die Täter um eine schnelle Zahlung. Sie nennen auch Beträge wie 980 Euro für angebliche Rechnungen oder 995 Euro per Echtzeitüberweisung. Das Geld soll nicht auf ein Konto des Opfers gehen, sondern an einen angeblichen Händler oder Dritten. Das soll den Betrug glaubwürdiger wirken lassen.
Unbekannte Geräte fehlen nicht immer
Wer die Rubrik „Verknüpfte Geräte“ prüft, sieht nach Erkenntnissen der Polizei nicht in jedem Fall ein unbekanntes Gerät. Dass dort kein fremdes Gerät erscheint, bedeutet also nicht automatisch, dass das WhatsApp-Konto sicher ist.
Die Polizei rät, Familie, Freunde und weitere Kontakte über Anruf, SMS oder E-Mail zu warnen, damit sie Geldforderungen über WhatsApp ignorieren. Codes von WhatsApp oder SMS, PINs für die Zwei-Schritt-Verifizierung und QR-Codes sollten nie weitergegeben werden. Außerdem empfiehlt die Polizei aktuelle Sicherheits- und WhatsApp-Versionen sowie die Aktivierung der Zwei-Schritt-Verifizierung. Bei einem Betrug oder Betrugsversuch sollen Betroffene den Identitätsmissbrauch über die offiziellen WhatsApp-Hilfemechanismen melden und Anzeige bei der Polizei erstatten.
Themen: Polizei
Quelle: Europa Press / Mallorca.com