Wohnungspreise: Wachstum soll bald langsamer werden
Die Wohnungspreise in Spanien steigen weiter, doch Immobilienportale rechnen in den kommenden Monaten mit einem langsameren Wachstum. Im zweiten Quartal dieses Jahres lagen die Preise für freie Wohnungen 12,2 Prozent über dem gleichen Zeitraum 2025. Das teilte das Nationale Statistikinstitut INE am Montag mit.
Damit verteuerte sich freier Wohnraum zum 49. Mal in Folge gegenüber dem jeweiligen Vorjahresquartal. Die Serie steigender Preise läuft damit seit etwas mehr als zwölf Jahren.
Portale erwarten weniger Tempo
Ferran Font, Studienleiter des Immobilienportals pisos.com, sieht den Markt weiterhin klar aufwärtsgerichtet. Nach mehreren Quartalen mit starken Zuwächsen sei aber eine zeitweise Abschwächung des Wachstumstempos möglich – besonders dort, wo Angebot und Nachfrage weniger stark auseinanderliegen.
Auch María Matos, Studienleiterin bei Fotocasa, erwartet ein stärker von der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Haushalte geprägtes Umfeld. Die Preise dürften ihrer Einschätzung nach langsamer steigen.
Teurere Finanzierung bremst Käufer
Matos rechnet damit, dass sich der Zugang zu Finanzierungen verteuert. Ein Teil der Nachfrage verliere dadurch Kaufkraft. Das könne den Markt in eine Phase der Abschwächung führen.
Von sinkenden Preisen gehen die Portale allerdings nicht aus. Das strukturelle Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage bleibe nach Einschätzung von Fotocasa weiterhin sehr ausgeprägt.
Themen: Wohnen & Immobilien · Wirtschaft
Quelle: Europa Press / Mallorca.com