Vox will Wohnungsvergabe in Palma nach Bindung priorisieren
Wer in Palma auf Mallorca eine geschützte oder öffentliche Wohnung beantragt, soll nach dem Willen von Vox stärker nach seiner nachweisbaren und dauerhaften Bindung an die Stadt bewertet werden. Die Partei hat am 11. September acht Änderungsanträge zur geplanten Reform des Kapitalitätsgesetzes von Palma eingereicht. Im Mittelpunkt steht ein Punktesystem für die Vergabe von Wohnungen.
Vox will dabei unter anderem die Dauer der Anmeldung im Melderegister, die spanische Staatsangehörigkeit oder einen legalen Aufenthalt, Einkommen und weiteren Wohnungsbesitz berücksichtigen. Auch fehlende Verurteilungen wegen bestimmter Delikte mit Bezug zum Wohnen sollen zählen.
Die Partei schlägt zudem Gründe für eine Ablehnung vor: falsche oder verschwiegene Angaben, fehlende Pflichtunterlagen oder nicht erfüllte Voraussetzungen für eine öffentliche Wohnung. Die Vox-Sprecherin im Parlament, Manuela Cañadas, fordert eine Vergabe nach „gerechten, objektiven und transparenten“ Kriterien.
Sprachwahl im Rathaus
Ein weiterer Antrag betrifft die Sprache im Rathaus von Palma. Bürger sollen sich nach dem Vorschlag von Vox frei auf Spanisch oder Katalanisch an die Stadtverwaltung wenden und Mitteilungen sowie Antworten in der gewählten Amtssprache erhalten können.
Das Personal des Rathauses müsste dafür laut Antrag beide Sprachen beherrschen. Niemand dürfe zum Sprachwechsel gedrängt werden; durch die Sprachwahl dürften weder Verzögerungen noch Benachteiligungen entstehen.
Vox verlangt außerdem, dass die Zuständigkeiten des Rathauses von Palma mit der nötigen Finanzierung ausgestattet werden.
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Quelle: Europa Press / Mallorca.com