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Palma: 5 Jahre und 3 Monate Haft nach Würgegriff

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

Ein junger Mann muss nach einem Würgegriff gegen einen Minderjährigen in einem Jugendzentrum in Palma fünf Jahre und drei Monate ins Gefängnis. Die Tat geschah am 6. April 2025 in einer Einrichtung für Betreuung und Unterstützung von Minderjährigen. Das Urteil fällte die zweite Kammer des Provinzgerichts der Balearen.

Archivo - Los acusados de asesinato de un bebé al arrojarlo a un contenedor a su llegada a la Audiencia Provincial de Palma, a 24 de octubre de 2025, en Palma de Mallorca, Baleares (España).
Europa Press

Gegen 15.00 Uhr ging der damals bereits volljährige Täter in ein Bad, in dem sich das Opfer aufhielt. Nach Beleidigungen über dessen Mutter gerieten beide in Streit und fielen zu Boden. Zwei Mitarbeiterinnen der Einrichtung, eine Sozialpädagogin und eine Psychologin, trennten die jungen Männer zunächst.

Tischbein abgerissen und erneut angegriffen

Die Mitarbeiterinnen brachten den Angreifer in einen getrennten Raum und versuchten, ihn zu beruhigen. Doch er riss ein Tischbein ab und ging erneut auf sein Opfer los. Wieder am Boden setzte er einen Mataleón an – einen Würgegriff, bei dem er laut Urteil den Hals des anderen mit dem Arm umschloss und ihn mit den Beinen fixierte.

Das Opfer hörte schließlich auf, sich zu befreien, schloss die Augen, entspannte die Arme und ließ den Kopf zur Seite fallen. Ein weiterer Jugendlicher, der die Szene beobachtete, setzte daraufhin beim Angreifer ebenfalls einen Mataleón an. So ließ dieser sein Opfer los.

Polizei stoppt den Angreifer

Kurz darauf trafen vier Beamte der Nationalpolizei ein und überwältigten den jungen Mann. Auf dem Weg zum Polizeifahrzeug stürzte er eine Treppe hinunter und brach sich Rippen. Ein Polizist und eine Mitarbeiterin des Zentrums erlitten Verletzungen, als sie den Sturz verhindern wollten.

Das Gericht wertete den Angriff als versuchten Totschlag, weil der Täter die Möglichkeit eines tödlichen Ausgangs durch den Würgegriff in Kauf genommen habe. Dafür verhängte es fünf Jahre Haft, wegen Widerstands weitere drei Monate. Zudem muss der Verurteilte dem Opfer 1.500 Euro zahlen, der Mitarbeiterin 120 Euro und dem Polizisten 280 Euro.

Themen: Gerichtsprozesse · Polizei · Palma

Quelle: Europa Press / Mallorca.com