Mallorca: Streit um Zwangsräumung einer 65-Jährigen
Pilar López kam am vergangenen Dienstag ins Parlament der Balearen in Palma auf Mallorca und forderte eine Lösung für ihre Wohnsituation. Die 65-Jährige sagt, ein Fonds habe sie zwangsgeräumt. In der Plenarsitzung am 13. Oktober 2026 löst ihr Fall einen Streit zwischen Wohnungsminister José Luis Mateo und dem sozialistischen Abgeordneten Omar Lamin aus.
Minister wirft Abgeordnetem Wahlkampf vor
Mateo wirft Lamin vor, López für Wahlkampfzwecke benutzt zu haben. Lamin weist das zurück: Er habe lediglich einer Frau geholfen, die im Parlament eine Lösung verlangt habe. Er fordert sofortige Maßnahmen gegen Zwangsräumungen. Die Menschen bräuchten Lösungen heute und nicht erst in fünf Jahren, sagt er.
Mateo führt die Wohnungskrise auf fehlende Maßnahmen in den beiden vorherigen Legislaturperioden zurück. Zwangsräumungen bedauere die Regierung zutiefst. Sie erfolgten aber auf Grundlage von Gesetzen der spanischen Regierung, sagt er.
Auch auf Menorca geht es um bezahlbare Wohnungen
Die Abgeordnete Joana Gomila von Més per Menorca fragt Mateo, was er unter bezahlbarem Wohnraum versteht. Wohnungen auf Menorca seien für viele Menschen nicht erschwinglich. Mateo nennt trotz ihrer Nachfrage keinen Preis. Sein Ministerium arbeite an Wohnungen für Einwohner zu Preisen unter dem Marktniveau, erklärt er. Gomila hält dagegen: Auf der Insel gebe es keinen bezahlbaren Wohnraum.
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Quelle: Europa Press / Mallorca.com