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Mallorca lehnt Zwangsverteilung von Minderjährigen ab

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

Der Inselrat von Mallorca lehnt eine automatische oder auferlegte Verteilung unbegleiteter Minderjähriger aus Ceuta ab. Die Forderung beschloss das Gremium am Donnerstag in Palma. Zugleich verlangt es von der spanischen Regierung mehr Maßnahmen wegen des Migrationsdrucks auf die Insel.

Archivo - Una patera localizada en la costa de Mallorca.
Europa Press

Für den Antrag stimmten PP und El PI. Vox enthielt sich, während PSIB und MÉS per Mallorca dagegen votierten. PP-Sprecherin Núria Riera warf den Sozialisten vor, die Interessen Mallorcas nicht zu vertreten.

Mehr Kontrolle an der Küste gefordert

Der beschlossene Antrag fordert, den Einsatz der europäischen Grenzschutzagentur Frontex an der Küste der Balearen umzusetzen. Außerdem soll die Überwachung der Route aus Algerien verstärkt werden.

Der Inselrat verlangt zudem mehr Mittel gegen Netzwerke des Menschenhandels. Rückführungen und Familienzusammenführungen sollen nach dem Antrag innerhalb des gesetzlichen Rahmens und gemeinsam mit den Herkunftsländern vorangetrieben werden.

Schutzsystem laut IMAS unter Druck

Die Verteilung unbegleiteter Minderjähriger aus Ceuta nach anderen autonomen Gemeinschaften, darunter die Balearen, lehnt der Inselrat ab. Als Grund nennt er die Belastung des Schutzsystems für Minderjährige auf Mallorca.

Magdalena García, Vizepräsidentin des Mallorquinischen Instituts für Soziale Angelegenheiten, sagte, die Fachkräfte leisteten einen außergewöhnlichen Einsatz. Ressourcen, Plätze und Personal seien jedoch nicht unbegrenzt. Der Schutz der Minderjährigen müsse eine würdige Betreuung sichern und, wo möglich, eine Familienzusammenführung im Einklang mit Gesetz und Kindeswohl ermöglichen.

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Themen: Migration · Meer & Küste · Verkehr · Politik

Quelle: Europa Press / Mallorca.com