Der erste Blick von der Terrasse sagt alles: türkisfarbenes Wasser, dahinter die Silhouette von La Seu und die Tramuntana — und das Ganze keine fünf Minuten vom Zentrum Palmas entfernt. Anssia Gastrobeach Club liegt am Ende des Paseo Marítimo, direkt vor dem Hafen Portixol, wo die Stadt aufhört und das Meer anfängt. Es riecht nach Salz und frisch gepresstem Zitrus, und aus den Lautsprechern kommen Chill-out-Tunes in einer Lautstärke, die Gespräche noch zulässt.

Konzept
Der Name verrät die Philosophie: Das katalanische Verb *assaonar* bedeutet würzen, zur Reife bringen — Produkte sprechen lassen, statt sie zu überarbeiten. Dieses Credo hat Betreibergruppe Grupo Marport in einen Strandclub übertragen, der von Anfang an mehr sein wollte als eine Liegen-Ansammlung mit Bar. Als einer der wenigen Beachclubs der Insel ist er das ganze Jahr über in Betrieb — im Sommer mit vollem Strandbetrieb, im Winter mit Kamin und Mittagsmenü. Kein saisonaler Pop-up, sondern eine echte gastronomische Adresse am Meer.

Atmosphäre
Das Interieur arbeitet mit dem Standort, statt gegen ihn: Bambus, natürliche Hölzer und Adobewände in einem gedämpften Spiel aus Taupe und Grau. Drei Zonen gliedern das Venue: eine lichtdurchflutete Bar mit Innenbereich, eine Hauptterrasse mit freiem Meerblick und eine schattige zweite Terrasse für heiße Mittagsstunden. Im Sommer kommen Hängematten und Balinese Beds dazu; wenn es kühler wird, öffnet der Kamin — Meerblick inklusive.
„Elegant, aber nicht einschüchternd. Beachig, aber nie schlampig.“ DJ-Chill-out bleibt bewusst leise, damit Gespräche funktionieren. Zur Golden Hour steigt die Energie: An Freitagen, Samstagen und Sonntagen legen Resident-DJs Sunset-Sets auf, in den Wintermonaten auf Samstag und Sonntag reduziert. Die Strandterrasse gilt dann als einer der fotogensten Spots Palmas — das Licht, die Kathedrale, das Meer.
Küche & Drinks
Die Küche vereint mediterrane Basis mit japanischen und tropischen Akzenten: Thunfisch-Sashimi, Jakobsmuschel-Ceviche mit Hummus, Pasta mit asiatischem Trüffel, Fisch-und-Meeresfrüchte-Platte für den Tisch. Der Wagyu-Burger für Fleischesser, die Bowl-Karte für Leichteres nach dem Schwimmen. Frühstück, Mittagessen, Abend, Snacks — jede Tageszeit hat ihre eigene Karte, das Konzept ist explizit auf den Ganztagesbesuch ausgelegt.
Die Sushi-Bar ist eine eigene Station und zeigt, dass der japanische Einfluss ernstgenommen wird. An der Bar setzt Barkeeper Mario die Philosophie fort: Der „Manzana Oriental“ gehört zum Sonnenuntergang wie das Orange der Kathedrale im Abendlicht, der „Cucumber Bloom“ passt zum heißen Nachmittag, der Cosmopolitan läuft das ganze Jahr. Die Weinkarte ist selektiv und auf Qualität ausgerichtet.
Für wen & welche Anlässe
Anssia funktioniert für mehr Anlässe, als man auf den ersten Blick denkt. Familien kommen wegen der Kinderkarte und der ruhigen Wasserfront. Einheimische nutzen das Mittagsmenü als Business-Lunch-Ort in ruhigeren Monaten. Paare und Content-Creator kennen die Sundowner-Stunden. Wer morgens in Ruhe am Meer Kaffee trinken möchte, findet auch dafür Platz. Der gemischte Charakter des Publikums — Locals, Reisende, Familien, Luxusgäste — funktioniert, weil das Venue selbst den Ton setzt: entspannt und hochwertig, ohne Dress-Code-Energie.
Insider-Tipp
Online ausgebucht? Morgens vorbeikommen — viele Reservierungen werden nicht angetreten, und Sonnenliegen sind dann oft freier als angezeigt. Den Tisch so nah am Wasser wie möglich anfordern; der Unterschied zur zweiten Reihe ist spürbar. Reservierung mindestens einen Tag im Voraus empfohlen — die einfache Erreichbarkeit und der gute Ruf sorgen für konstante Auslastung, besonders an Wochenenden und in der Hochsaison.




