Zwischen Pollença und Campanet, dort wo das Fangar-Tal in die Ausläufer der Tramuntana übergeht, liegt Bodega Can Axartell – ein Weingut, das buchstäblich in den Berg gebaut wurde. Der Keller entstand in einem alten, aufgelassenen Steinbruch, dessen Wände heute die Weinkellerei umschließen. Bevor hier Reben standen, lag die Finca über Jahrzehnte brach; erst in den 1990er Jahren wurde das Anwesen mit seinen Weingärten, Olivenhainen, Wäldern, Bergen und Wasserläufen wiederentdeckt und Schritt für Schritt restauriert. Die ersten Weinberge wurden von Beginn an nach zertifiziert ökologischen Grundsätzen angelegt; seit den 2010er-Jahren wird in der modernen Kellerei eigener Wein erzeugt und abgefüllt.

Das Herzstück von Can Axartell ist die sogenannte Mètode Gravetat: Trauben und Wein werden während des gesamten Prozesses – von der Ernte über die Annahme, die Gärung bis zur Reifung und Füllung – ausschließlich durch die Schwerkraft bewegt, ganz ohne Pumpen. Die gesamte Architektur der Kellerei wurde um dieses Prinzip herum geplant, damit der Wein so schonend wie möglich behandelt wird. Besucher, die an einer der Führungen teilnehmen, bekommen genau das gezeigt: den Weg der Traube durch Produktionsanlage und Lagerhallen, erklärt von Guides, die für ihre Kompetenz und ihre Leidenschaft für das Thema wiederholt hervorgehoben werden.
Auf Can Axartell entstehen ein Rosé, zwei Weißweine und drei Rotweine sowie eine kleine Auswahl limitierter Sonderabfüllungen. Die Website beschreibt sie als Ausdruck der mallorquinischen Weintradition, in der heimische Rebsorten neben zugereisten stehen – Weine für den Alltag ebenso wie Weine, die als Speisebegleiter gedacht sind. Die Weinproben am Ende der Führung werden von Besuchern regelmäßig als Höhepunkt genannt, oft ergänzt um mallorquinische Tapas, Käse, Brot und das hauseigene Olivenöl, das in einer Rezension ausdrücklich als besonders gelungen erwähnt wird.

Wiederkehrendes Thema in den Rückmeldungen ist die ungewöhnliche Verbindung aus Landschaft, Architektur und Weinbau: die Lage im Fangar-Tal mit Blick in Richtung Pollença-Bucht, das in den Steinbruch integrierte, unterirdisch wirkende Gebäude und die spürbare Sorgfalt, mit der hier gearbeitet wird. Mehrere Besucher betonen, dass ihnen die Kombination aus technischer Innovation (Schwerkraftprinzip) und ökologischer Bewirtschaftung an keinem anderen Weingut der Insel in dieser Form begegnet ist. Vereinzelt wird angemerkt, dass die Weinprobe je nach Zusammenstellung rotweinlastig ausfallen kann – das ist eine Einzelbeobachtung und keine feste Regel.
Can Axartell versteht sich ausdrücklich als Ort mit Publikumsverkehr: Besichtigungen und Verkostungen sind planbarer Teil des Angebots, Termine werden über die eigene Website gebucht. Der barrierefreie Zugang und ein barrierefreier Parkplatz sind als Ausstattungsmerkmale hinterlegt, was den Ort auch für Gäste mit eingeschränkter Mobilität zugänglich macht – eine Einschätzung, die auch in einer Rezension bestätigt wird. Wer die Insel abseits der Küste erleben will, findet hier eine Adresse, an der Weinbau, Landschaft und eine bewusst andere Bauidee zusammenkommen.
Ausstattung & Services
Barrierefrei
- Eingang
- Parkplatz
Zahlung
- Kreditkarte
- EC-/Debitkarte
- Kontaktlos



