Mirador des Pontàs: Mallorcas Felsentor bei Cala Santanyí

Der erste Blick wirkt beinahe wie eine optische Täuschung: Vor der Küste steht ein mächtiger Fels, durch dessen Mitte das Meer zu sehen ist. Der Mirador des Pontàs eröffnet die beste Perspektive auf dieses natürliche Felsentor zwischen Cala Santanyí und Cala Llombards. Der Aussichtspunkt liegt nicht an einer großen Promenade, sondern am Rand einer rauen Küstenlandschaft, in der Stein, Wasser und Horizont die Hauptrollen spielen.
Der Name Es Pontàs bedeutet sinngemäß „die große Brücke“. Tatsächlich erinnert der vom Wasser umgebene Bogen an einen gewaltigen Brückenpfeiler, obwohl hier nie ein Mensch gebaut hat. Die natürliche Formation ist rund 70 Meter breit und zu einem landschaftlichen Wahrzeichen Mallorcas geworden. Vom Mirador aus lässt sich ihre Form deutlich besser erfassen als vom Strand: Der Bogen hebt sich frei vor dem Meer ab, während die Öffnung je nach Licht beinahe wie ein zweiter, eingerahmter Horizont erscheint.
Der Besuch lohnt sich besonders für Reisende, die mit wenig Aufwand einen charakteristischen Ausschnitt der Südostküste erleben möchten. Auch Fotografen finden hier ein Motiv, das sich mit wechselndem Licht ständig verändert. Dafür ist keine lange Wanderung nötig. Vom Strand der Cala Santanyí führt eine kurze Strecke zum Aussichtspunkt, wobei der felsige und stellenweise steile Untergrund mehr Aufmerksamkeit verlangt, als die geringe Weglänge vermuten lässt.
Es Pontàs ist zugleich Naturdenkmal und Schauplatz außergewöhnlicher Klettergeschichte. Wer Glück hat, erkennt am Fels einen Deep-Water-Solo-Kletterer über dem offenen Wasser. Für die meisten Besucher bleibt das jedoch ein Schauspiel aus sicherer Entfernung: Der Mirador ist der Ort zum Schauen, nicht der Zugang auf den Felsbogen.
Geschichte und Bedeutung
Es Pontàs als Werk der Küste
Die Geschichte von Es Pontàs beginnt nicht mit einem Bauherrn, sondern mit der langsamen Arbeit von Meer und Verwitterung. Der Fels gehörte zur Küstenlinie, bevor natürliche Prozesse das Gestein aushöhlten und den heute sichtbaren Bogen formten. Aus einer vom Wasser angegriffenen Felsmasse entstand so die Silhouette einer Brücke – daher der mallorquinische Name. Der Mirador wiederum verdankt seine Bedeutung genau dieser Gegenüberstellung: Hier steht nicht der Aussichtspunkt selbst im Mittelpunkt, sondern das Naturgebilde draußen im Meer.
Das Felsentor liegt unmittelbar vor der Küste zwischen Cala Santanyí und Cala Llombards. Diese Lage erklärt, weshalb es aus unterschiedlichen Richtungen wahrgenommen werden kann, der Mirador des Pontàs aber als bevorzugter Standpunkt gilt. Von hier überschneiden sich Bogen und Küstenfelsen nicht so stark; die Öffnung bleibt lesbar und die eigenständige Form des Felses tritt hervor. Was auf einer Karte nur wie ein kleiner Punkt vor der Küste wirkt, bekommt vor Ort seine räumliche Tiefe.
Es Pontàs gehört heute zu den wiedererkennbaren Landschaftsmotiven Mallorcas. Seine Wirkung beruht nicht auf Größe allein, sondern auf der klaren, fast grafischen Form: ein massiver Steinbogen, darunter Wasser, dahinter offenes Meer. Diese einfache Komposition machte ihn zu einem häufig fotografierten Motiv und zu einer natürlichen Landmarke der Gemeinde Santanyí.
Es Pontàs in der Kunst
Der Felsbogen fand auch Eingang in die künstlerische Wahrnehmung Mallorcas. Der argentinische Maler Francisco Bernareggi, der eng mit der Insel verbunden war, nahm Es Pontàs in seine Mallorca-Motive auf. Das überrascht wenig: Die Formation verändert ihren Ausdruck stark mit dem Licht. Harte Sonne betont die helle Steinmasse und ihre Schattenzonen, während tieferes Licht die Konturen weicher und den Bogen plastischer erscheinen lässt.
Diese künstlerische Perspektive hilft auch beim heutigen Besuch. Es lohnt sich, nicht nur das bekannte Gesamtbild zu suchen, sondern auf die Beziehung zwischen Öffnung, Wasserfläche und Horizont zu achten. Schon eine kleine Veränderung des Standpunkts verschiebt die Linien gegeneinander. Der Mirador ist deshalb weniger ein Ort für einen flüchtigen Kontrollblick als eine natürliche Bildbühne, an der sich das Sehen verlangsamt.
Es Pontàs und das Psicobloc
Eine zweite, völlig andere Form des Ruhms begann mit dem Klettersport. Es Pontàs wird für Deep Water Soloing genutzt, auf Mallorca meist Psicobloc genannt: Klettern ohne Seil über tiefem Wasser. Insgesamt sind am Fels neun solcher Routen bekannt. Der Felsbogen wurde dadurch nicht nur ein Fotomotiv, sondern eine internationale Referenz für eine der spektakulärsten Spielarten des Kletterns.
Besonders bekannt ist die ebenfalls Es Pontàs genannte Route. Der amerikanische Kletterer Chris Sharma bewältigte sie im Sommer 2006 erstmals; sie wurde mit 9a+ bewertet. Bis 2021 war sie nur dreimal wiederholt worden und galt als schwerste Deep-Water-Solo-Route der Welt. Der Film King Lines machte die Versuche und den schließlich gelungenen Durchstieg einem breiteren Publikum bekannt. Vom Mirador betrachtet bekommt der Fels dadurch eine zweite Dimension: Seine überhängenden Partien sind nicht bloß Struktur im Stein, sondern gehören zu einer Route, an der Spitzenkletterer ihre Grenzen gesucht haben.
Was es zu sehen gibt
Der Felsbogen Es Pontàs
Im Zentrum des Blicks steht der freistehende Felsbogen. Seine rund 70 Meter breite Gestalt wirkt aus der Entfernung geschlossen und monumental, doch die große Öffnung nimmt dem Felsen jede Schwere. Das Meer setzt sich sichtbar unter dem Bogen fort. Je nach Wasserbewegung und Licht erscheint die Öffnung dunkel wie ein Tor oder hell wie ein gerahmtes Stück Horizont.
Die Bezeichnung „Brücke“ trifft die Silhouette erstaunlich genau. Zwei massive Felsbereiche tragen einen natürlichen Bogen, dessen Oberseite keine Verbindung zum Land besitzt. Gerade dieser Abstand zur Küste macht Es Pontàs unverwechselbar. Es handelt sich nicht um eine Höhle, die man vom Aussichtspunkt aus in einer Felswand erkennt, sondern um eine eigenständige Formation im Meer.
Wer länger hinschaut, erkennt, dass der berühmte Umriss nur ein Teil des Motivs ist. Am Fels wechseln glatte, vom Abstand vereinfachte Flächen mit rauen Kanten und dunkleren Vertiefungen. Die Wasserlinie zeichnet den unteren Abschluss, während sich in der Bogenöffnung die Farbe des Meeres fortsetzt. Bei ruhigem Wasser wirkt die Formation fast statisch; bei bewegter See wird sichtbar, dass die Küste weiterhin an ihr arbeitet.
Die Öffnung im Fels
Das eigentliche Bildzentrum ist nicht der Stein, sondern der freie Raum darin. Durch die Öffnung erscheinen Wasser und Horizont wie in einem natürlichen Rahmen. Dieser Effekt erklärt, weshalb sich der Mirador als Fotostandpunkt durchgesetzt hat. Ein Bild von Es Pontàs lebt von der Balance zwischen der massiven Außenseite und dem lichten Durchblick.
Die Form verändert sich mit der Position. Schon einige Schritte zur Seite lassen einen Pfeiler breiter wirken oder verschieben den sichtbaren Horizont innerhalb des Bogens. Ein guter Besuch besteht deshalb nicht darin, nur am ersten freien Platz stehen zu bleiben. Entlang des sicheren Bereichs lohnt es sich, verschiedene Perspektiven zu vergleichen, ohne sich den ungesicherten Kanten zu nähern.
Besonders aufmerksam sollte der Blick auf die untere Zone fallen. Dort treffen Fels und Meer unmittelbar aufeinander. Aus der Distanz lässt sich nachvollziehen, warum der Ort bei Kletterern berühmt ist: Die Wände steigen direkt aus dem Wasser, eine künstliche Verbindung oder ein Steg zum Felsen existiert nicht. Der Bogen ist vom Land getrennt und bleibt ein wildes Küstengebilde.
Die Küste zwischen Cala Santanyí und Cala Llombards
Es Pontàs steht nicht isoliert in einer neutralen Wasserfläche. Der Mirador zeigt zugleich einen Ausschnitt der felsigen Küste zwischen Cala Santanyí und Cala Llombards. Die Buchten selbst liegen außerhalb des eigentlichen Hauptmotivs, bestimmen aber die geografische Einordnung: Der Felsbogen markiert den Küstenabschnitt zwischen zwei bekannten Badebuchten.
Die umgebenden Felsen geben dem Blick Tiefe. Vorn liegt die unregelmäßige Kante des Aussichtsgeländes, dahinter das Meer und schließlich Es Pontàs. Diese Staffelung ist wichtig, denn sie lässt die Formation räumlicher erscheinen als auf vielen Nahaufnahmen. Wer ausschließlich auf den Bogen zoomt, übersieht einen wesentlichen Teil des Ortes: die raue Küste, aus der er hervorgegangen ist.
Auch das Licht verändert die Küstenansicht. Zur tief stehenden Sonne erhält der Stein einen wärmeren Ton, während Schatten die Öffnung und die Felskonturen deutlicher voneinander trennen. Der Sonnenuntergang wird deshalb häufig als besonders stimmungsvolle Besuchszeit empfohlen. Das bedeutet jedoch nicht, dass nur dieser Moment lohnt. Bei höherem Licht treten Wasserfarbe und Gesteinsflächen klarer hervor, während der Abend stärker von Silhouette und Kontrast lebt.
Die Kletterlinien
Ohne Vorkenntnisse sind die neun Deep-Water-Solo-Routen nicht als markierte Linien zu erkennen. Trotzdem lohnt es sich, die dem Wasser zugewandten und überhängenden Bereiche genauer zu betrachten. Dort spielt sich das Klettern ab, das Es Pontàs international bekannt gemacht hat. Der Sturzraum ist das Meer; Seile oder fest installierte Zugänge gehören nicht zum normalen Bild.
Falls Kletterer am Fels unterwegs sind, sollte das Geschehen ausschließlich aus der Distanz beobachtet werden. Psicobloc ist kein spontanes Badeabenteuer, sondern eine anspruchsvolle Sportart für Menschen mit entsprechender Erfahrung, Ortskenntnis und Einschätzung der Bedingungen. Die berühmte Route von Chris Sharma gehört zur Weltspitze des Kletterns und ist gerade kein Hinweis darauf, dass der Bogen für Besucher leicht zugänglich wäre.
Der Mirador des Pontàs
Der Aussichtspunkt selbst ist schlicht. Er konkurriert nicht mit der Landschaft durch ein großes Bauwerk oder eine inszenierte Besucheranlage. Sein Wert liegt in seiner Position gegenüber dem Felsentor. Ein in Quellen erwähnter Holzbankplatz bietet Gelegenheit, den Blick länger wirken zu lassen; entscheidend bleibt jedoch das offene Küstengelände.
Wer eine Plattform mit umfassender touristischer Ausstattung erwartet, wird den Charakter des Miradors falsch einschätzen. Der Ort funktioniert eher wie ein kurzer Küstenabstecher: ankommen, einen geeigneten und sicheren Standpunkt wählen, den Bogen aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten und wieder denselben Weg zurückgehen. Gerade die Reduktion macht den Reiz aus. Es gibt keine Ausstellung, keine Innenräume und keinen Rundgang durch ein Gebäude – die Landschaft selbst ist das Exponat.
Der Besuch
Der kurze Weg von Cala Santanyí
Vom Strand der Cala Santanyí ist der Mirador auf einer etwa zehnminütigen Kurzwanderung erreichbar. Die geringe Dauer sollte nicht mit einem vollständig ausgebauten Spazierweg verwechselt werden. Beschrieben werden steile Abschnitte, aus dem Boden ragende Felsen und Stellen ohne Geländer. Geschlossene, griffige Schuhe sind deshalb sinnvoller als lose Badeschuhe.
Der Weg ist markiert, verlangt aber besonders bei Wind, auf unebenem Untergrund und in der Nähe offener Kanten Konzentration. Das Ziel besteht nicht darin, möglichst weit auf die Felsen hinauszugehen. Die charakteristische Ansicht des Bogens ergibt sich bereits vom Aussichtspunkt. Für Menschen mit Höhenangst oder eingeschränkter Trittsicherheit kann der Zugang anspruchsvoll sein.
Zeit am Aussichtspunkt
Für den reinen Abstecher genügen die beiden jeweils etwa zehnminütigen Wegstrecken zuzüglich der Zeit am Mirador. Wie lange der Aufenthalt dauert, hängt vor allem vom Interesse am Motiv ab. Wer nur einen Blick und ein Erinnerungsfoto sucht, bleibt entsprechend kurz. Fotografen und Küstenliebhaber können deutlich länger damit verbringen, auf wechselndes Licht zu warten und unterschiedliche Bildausschnitte zu prüfen.
Ein klassischer Besichtigungsablauf mit festem Startpunkt, Rundgang und Ausgang existiert nicht. Ebenso gibt es keine belegten Innenräume oder Ausstellungsbereiche. Der Besuch bleibt frei und landschaftsbezogen. Das macht ihn gut mit einem Aufenthalt in Cala Santanyí kombinierbar, erfordert aber mehr Eigenverantwortung als ein abgesicherter Aussichtsbalkon.
Licht und Andrang
Der Sonnenuntergang gilt als besonders reizvoll, weil warmes, weicheres Licht über Küste und Fels fällt. Dann wird Es Pontàs stärker zur Silhouette, während die Öffnung als heller Durchblick hervortritt. Diese Tageszeit zieht naturgemäß auch Menschen an, die dasselbe Fotomotiv suchen. Für einen ruhigeren Eindruck empfiehlt es sich daher, nicht erst für den viel beworbenen Abendmoment zu kommen.
Zu anderen Tageszeiten zeigt sich der Ort sachlicher, aber nicht weniger interessant. Helleres Licht erleichtert es, die Struktur des Felsens, die Wasserlinie und die räumliche Trennung von der Küste zu erkennen. Bei starkem Wind ist besondere Vorsicht geboten, da Abschnitte des Zugangs nicht durch Geländer gesichert sind. Wetter und eigener sicherer Stand gehen vor dem perfekten Foto.
Konkrete Öffnungszeiten und Eintrittsregelungen sind nicht verlässlich erfasst. Da sich örtliche Zugangsbedingungen ändern können, sollten aktuelle Hinweise vor dem Besuch geprüft werden. Unabhängig davon empfiehlt sich die Planung bei ausreichendem Tageslicht, damit der unebene Rückweg gut erkennbar bleibt.
Anfahrt und Parken
Vom Flughafen Palma nach Cala Santanyí
Vom Flughafen Palma führt die Fahrt über die Ma-19 nach Cala Santanyí. Die Straßenstrecke beträgt 49 Kilometer, die Fahrt dauert rund 44 Minuten. Diese Angaben gelten ausdrücklich bis Cala Santanyí, nicht bis unmittelbar an den Mirador. Vom Orts- und Strandbereich wird das letzte Stück zu Fuß zurückgelegt; vom Strand ist dafür eine etwa zehnminütige Kurzwanderung angegeben.
Die Ma-19 übernimmt den größten Teil der Anfahrt in den Süden beziehungsweise Südosten der Insel. Erst im Raum Santanyí geht es über das lokale Straßennetz weiter zur Küste. Für die Zieleingabe ist Cala Santanyí der verlässlichere Ausgangspunkt als die Annahme, direkt am Felsentor vorfahren zu können. Es Pontàs selbst steht im Meer, und auch der Mirador ist ein Ziel für Fußgänger.
Von Palma nach Cala Santanyí
Ab Palma Zentrum sind es über die Ma-19 insgesamt 55 Straßenkilometer bis Cala Santanyí. Die Fahrt dauert rund 54 Minuten. Auch hier endet die gemessene Route im Küstenort. Anschließend folgt der kurze Zugang zum Aussichtspunkt auf unebenem Gelände.
Wer den Besuch mit einem Strandaufenthalt verbindet, kann die Anfahrt auf Cala Santanyí ausrichten und den Mirador als Fußabstecher einplanen. In Quellen wird ein Ausgang aus dem Bereich des Parkplatzes beziehungsweise des Strandes beschrieben. Eine garantierte Zahl freier Stellplätze lässt sich daraus nicht ableiten, weshalb in stärker besuchten Zeiten zusätzliche Zeit für die Parkplatzsuche sinnvoll ist.
Mit dem Bus nach Cala Santanyí
Als nächstgelegener Anlaufpunkt des öffentlichen Verkehrs ist die Haltestelle Cala Santanyí aufgeführt. Weitere erfasste Haltestellen in der Umgebung liegen in Son Moja und Cala Llombards. Welche Verbindung am besten passt, hängt vom Ausgangsort und vom aktuellen Fahrplan ab. Nach der Ankunft in Cala Santanyí bleibt der Fußweg in Richtung Aussichtspunkt; ein Bus fährt nicht bis an den Felsbogen.
Da der letzte Abschnitt felsig und stellenweise steil ist, sollte die Rückfahrt nicht so knapp geplant werden, dass der Weg unter Zeitdruck zurückgelegt werden muss. Besonders nach einem Aufenthalt zum Sonnenuntergang ist zu bedenken, dass der Rückweg über unebenen Boden führt. Fahrpläne und die aktuellen örtlichen Zugangsbedingungen sollten daher vorab geprüft werden.
Buslinien nach Mirador des Pontàs im Überblick
| Linie | Strecke | Fahrten/Tag | Erste Fahrt | Letzte Fahrt |
|---|---|---|---|---|
| 516 | Cala Figuera - Campos | 34 | 06:49 | 22:10 |
| 517 | Santanyí - Colònia de Sant Jordi - Campos | 16 | 08:30 | 23:18 |
Aus den offiziellen GTFS-Fahrplandaten (TIB/SFM), ohne Echtzeit. Die Zahlen fassen alle Halte im Ort zusammen; Fahrten an Wochenenden und Feiertagen weichen ab — vor der Fahrt beim Betreiber prüfen.
Anfahrt mit dem Bus
Cala Santanyí (57028) · 0,6 km Luftlinie
- 516Cala Figuera - Campos · Täglich
Son Moja (57055) · 1,3 km Luftlinie
- 516Cala Figuera - Campos · Täglich
Cala Llombards (57047) · 1,7 km Luftlinie
- 517Santanyí - Colònia de Sant Jordi - Campos · Täglich
Fahrplandaten: offizielle GTFS-Daten (TIB/EMT), ohne Echtzeit — Zeiten vor Fahrtantritt beim Betreiber prüfen.
In der Umgebung
Cala Santanyí
Cala Santanyí ist der natürliche Ausgangspunkt für den Besuch. Die geschützte Bucht bildet einen deutlichen Kontrast zum offenen Küstenmotiv am Mirador: Hier Strand und Zugang zum Wasser, dort Felsrand und der freistehende Bogen im Meer. Wer ohnehin in der Cala badet oder eine Pause einlegt, kann Es Pontàs ohne lange zusätzliche Wanderung in den Tag aufnehmen.
Gerade diese Kombination macht den Aussichtspunkt praktisch. Es ist kein isoliertes Ziel, für das zwingend ein ganzer Ausflugstag reserviert werden muss. Der Weg vom Strand dauert etwa zehn Minuten, verlangt aber geeignetes Schuhwerk. Zwischen Badeaufenthalt und Mirador sollte deshalb nicht einfach barfuß oder in lockeren Sandalen gewechselt werden.
Cala Llombards
Auf der anderen Seite des Küstenabschnitts liegt Cala Llombards. Die Bucht hilft, Es Pontàs geografisch einzuordnen, denn das Felsentor befindet sich zwischen ihr und Cala Santanyí. Ein Besuch beider Buchten lässt sich mit dem Aussichtspunkt zu einem Küstentag verbinden, ohne dass Es Pontàs zum bloßen Zwischenstopp werden muss.
Vom Mirador führt jedoch kein belegter, komfortabler Promenadenweg direkt durch das Gelände zur Cala Llombards. Für die praktische Planung sollten die Orte daher als eigenständige Ziele betrachtet werden. Der Reiz der Verbindung liegt in den unterschiedlichen Küstenbildern: Badebucht, Felslandschaft und natürliches Tor im Meer.
Santanyí
Der Hauptort Santanyí bietet sich als kultureller Gegenpol zur Küste an. Nach dem reduzierten Landschaftserlebnis am Mirador folgen dort steinerne Straßenräume, Plätze und die Pfarrkirche Sant Andreu. Eine ausführliche Besichtigung des Ortes ist ein eigenes Programm; für die Kombination genügt die einfache Idee, Küste und Inselort am selben Tag gegenüberzustellen.
Es Pontàs gehört zum Gemeindegebiet von Santanyí und ist eines der Motive, die diesen Teil Mallorcas prägen. Der Ausflug erhält dadurch einen klaren Zusammenhang: erst die Landschaft an der Küste, dann der Ort, nach dem die Gemeinde benannt ist. Auch Cala Figuera oder Es Llombards kommen als weitere Ziele der Region infrage, sollten aber nicht in einen ohnehin kurzen Mirador-Besuch hineingepresst werden.
Der Ort dazu
Cala Santanyí im OrtsporträtWissenswertes für den Besuch
Schuhe und Untergrund
Der wichtigste praktische Unterschied zu einer städtischen Aussichtsplattform liegt unter den Füßen. Der Zugang weist steile und felsige Passagen auf; Steine können aus dem Boden ragen. Geschlossene Schuhe mit griffiger Sohle geben deutlich mehr Sicherheit als Flip-Flops oder glatte Sandalen. Das gilt auch dann, wenn der Mirador unmittelbar mit einem Strandbesuch verbunden wird.
Auf dem Rückweg ist derselbe Untergrund erneut zu bewältigen. Wer bis zum Sonnenuntergang bleibt, sollte daher ausreichend Tageslicht für den Weg einplanen. Eine kurze Strecke wird bei schlechter Sicht nicht automatisch zu einer einfachen Strecke.
Wind, Sonne und Küstenkante
Teile des Weges und des Aussichtsgeländes sind nicht durch Geländer gesichert. Bei Wind ist zusätzlicher Abstand zur Kante wichtig. Für ein Foto näher an einen Abbruch heranzutreten, bringt keinen notwendigen Vorteil: Die beste Ansicht auf Es Pontàs ergibt sich bereits vom Mirador, nicht von riskanten Positionen außerhalb des sicheren Standbereichs.
An der offenen Küste sollte außerdem mit direkter Sonne gerechnet werden. Der Ort ist kein Museumsbesuch mit klimatisierten Räumen und durchgehendem Schatten. Wasser, Sonnenschutz und eine zum Wetter passende Planung gehören deshalb zur Grundausstattung, besonders wenn länger auf gutes Fotolicht gewartet wird.
Besuch mit Kindern
Mit Kindern ist der kurze Weg grundsätzlich überschaubar, doch seine geringe Dauer darf nicht über die offenen und unebenen Stellen hinwegtäuschen. An steilen Passagen, bei herausragenden Felsen und nahe ungesicherter Bereiche ist unmittelbare Begleitung nötig. Der Mirador eignet sich nicht als Gelände zum freien Herumlaufen an der Küstenkante.
Für Familien ist die Verbindung mit Cala Santanyí naheliegend: Der Aussichtspunkt wird zum kurzen Naturabstecher statt zur langen Wanderung. Entscheidend ist, das Tempo am unsichersten Mitglied der Gruppe auszurichten und auf windige Bedingungen angemessen zu reagieren.
Was nicht zum Besuch gehört
Es gibt keinen Steg auf Es Pontàs und keinen normalen Fußweg hinauf auf den Felsbogen. Klettern und Sprünge ins Wasser gehören nicht zu einer gewöhnlichen Besichtigung. Die am Felsen ausgeübte Form des Deep Water Soloing setzt Erfahrung, Können und eine professionelle Einschätzung der Bedingungen voraus.
Ebenso sollte niemand eine große Besucheranlage, Ausstellung oder einen architektonisch inszenierten Aussichtsturm erwarten. Der Mirador bietet vor allem eine Perspektive: den freien Blick auf eines der bekanntesten natürlichen Küstenmotive Mallorcas. Wer genau dafür kommt und dem Ort etwas Zeit gibt, erlebt ihn am besten.
Insider-Tipps von Einheimischen
Den Horizont einrahmen
Nicht nur den ganzen Felsbogen fotografieren: Einige Schritte seitlich verändern die Lage des Horizonts in der Öffnung. Der stärkste Bildaufbau entsteht oft, wenn Wasser und Ferne sauber vom natürlichen Steinrahmen eingefasst werden.
Vor dem Abendmoment kommen
Es Pontàs wird besonders häufig zum Sonnenuntergang besucht und fotografiert. Wer das warme Licht erleben möchte, sollte früher eintreffen, verschiedene Standpunkte prüfen und den felsigen Rückweg noch bei ausreichender Helligkeit antreten.
Strandschuhe wechseln
Der Fußweg ab Cala Santanyí dauert zwar nur etwa zehn Minuten, führt aber über felsige und stellenweise steile Abschnitte. Geschlossene Schuhe mit griffiger Sohle sind für diesen kurzen Abstecher sinnvoller als Flip-Flops.
Die Kletterwand suchen
Am Fels verlaufen neun Deep-Water-Solo-Routen. Mit etwas Glück sind Kletterer über dem Wasser zu erkennen. Der Mirador bleibt dabei der richtige Beobachtungsplatz; Es Pontàs besitzt weder einen Steg noch einen normalen Zugang.
Mit der Cala verbinden
Der Mirador lässt sich besonders gut als kurzer Naturabstecher von Cala Santanyí einplanen. Strand und geschützte Bucht bilden einen reizvollen Gegensatz zum offenen Meer und zum freistehenden Felsentor.