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26 römische Amphoren: Fund aus 1.400 Metern vor Formentera

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

In 17 Kisten liegen im Archäologischen Museum von Ibiza und Formentera (MAEF) 26 römische Amphoren, die das Forschungsschiff Miguel Oliver südlich von Formentera geborgen hat. Einige der Gefäße sind fast vollständig erhalten, andere liegen in Fragmenten vor. Tourismus- und Kulturminister Jaume Bauzá besichtigte am 23. September die empfindlichen Funde im Museumslager.

Die Amphoren stammen aus 1.400 Metern Tiefe in staatlichen Gewässern. Sie wurden zufällig entdeckt, als die Miguel Oliver die Fischereiforschungskampagne MEDITS durchführte. Diese Kampagne koordinieren das Spanische Institut für Ozeanografie (IEO-CSIC) und das Ministerium für Landwirtschaft, Fischerei und Ernährung.

Öltransport auf römischen Handelsrouten

Bei den Gefäßen handelt es sich um Amphoren des Typs Dressel 20. Sie dienten dem Transport von Öl. Die Marken und Siegel auf den Amphoren sollen nun Hinweise auf Handelsrouten und den Öltransport im westlichen Mittelmeer liefern.

Nach dem Fund aktivierte die Generaldirektion für Kultur gemeinsam mit dem Dienst für Unterwassererbe des Kulturministeriums ein Verfahren für den dringenden Transport ins Museum. Die Besatzung des Forschungsschiffs hielt die Ladung währenddessen mit Schläuchen dauerhaft feucht. Das half, das Material bis zur Ankunft im Museumslager zu stabilisieren.

Erst entsalzen, dann restaurieren

Das Museumsteam entsalzt die Amphoren jetzt in speziellen Wasserbecken. Dieser Schritt ist nötig, damit sich die Stücke stabilisieren und später endgültig restauriert sowie wissenschaftlich untersucht werden können.

Nach Behandlung und Restaurierung bleiben die Amphoren offiziell im MAEF. Dort sollen sie erforscht und anschließend öffentlich ausgestellt werden.

Themen: Landwirtschaft · Kultur · Tourismus · Politik

Quelle: Europa Press / Mallorca.com