189.732,14 Euro: Balearen-Kinos verlieren Fördergeld
Für Kinos auf den Balearen könnten 189.732,14 Euro an staatlichen Hilfen ausfallen. Die Federación de Cines de España (FECE) fordert am Mittwoch vom Kulturministerium eine Lösung. Nach Angaben des Branchenverbands trifft der Streit insgesamt sechs autonome Gemeinschaften und 280 Kinos.
Streit um neue Auslegung
Auslöser ist laut FECE ein Wechsel bei der Auslegung der Förderregeln für 2025. Das Instituto de la Cinematografía y de las Artes Audiovisuales hatte den Gemeinschaften demnach zunächst mitgeteilt, es reiche aus, die Förderaufrufe 2025 zu veröffentlichen, auch wenn die Entscheidung über die Hilfen erst 2026 falle.
Die Balearen, Andalusien, die Valencianische Gemeinschaft, Kastilien-La Mancha, die Kanaren und Navarra folgten nach Darstellung der FECE dieser Vorgabe. Im vergangenen August bewertete die Intervención Delegada im Kulturministerium die Regelung jedoch anders: Die Aufrufe hätten 2025 nicht nur veröffentlicht, sondern auch abgeschlossen werden müssen. Deshalb fordert das Instituto de la Cinematografía y de las Artes Audiovisuales die Mittel zurück.
Mehr als 3,5 Millionen Euro fehlen
Nach Angaben der FECE gelangen dadurch 3.541.666,67 Euro nicht an Kinos in den sechs betroffenen Gemeinschaften. Das entspricht 41,7 Prozent der staatlichen Mittel, die 2026 zwischen den autonomen Gemeinschaften verteilt werden sollen. Auf die Balearen entfallen 189.732,14 Euro.
Die FECE kritisiert, die betroffenen Unternehmen hätten ihre Projekte 2026 im Vertrauen auf die Förderaufrufe geplant und umgesetzt. Sie verlangt vom Kulturministerium, die Folgen der unterschiedlichen Kriterien nicht auf die Kinobetreiber abzuwälzen. Außerdem hat der Verband über das Transparenzportal Unterlagen und eine Begründung für den Wechsel angefordert.
Das Kulturministerium verweist auf Einwände der Intervención Delegada, denen die Intervención General, die dem Finanzministerium untersteht, gefolgt sei. Die Förderlinie für Kinos bleibe 2026 mit 8,5 Millionen Euro bestehen und solle auch in kommenden Aufrufen weitergeführt werden, erklärt das Ministerium.
Quelle: Europa Press / Mallorca.com