Balearen-Kinos: 189.732 Euro aus Madrid blockiert
Den Kinos auf den Balearen drohen 189.732 Euro an Fördermitteln für dieses Jahr zu fehlen. Die Landesregierung in Palma hat deshalb am 15. September Einspruch gegen eine Entscheidung des spanischen Kulturministeriums eingelegt.
Der Streit dreht sich um Kinohilfen für 2025. Das Institut für Kulturindustrien der Balearen veröffentlichte die Ausschreibung am 30. Dezember 2025. Sie sollte Ausgaben abdecken, die die Kinos im Jahr 2025 tatsächlich hatten. Die Bewilligung folgte am 26. März 2026.
Madrid zieht 188.888 Euro von 2026 ab
Das Institut für Kinematografie und audiovisuelle Künste (ICAA) sieht die Frist anders: Die Bewilligung hätte nach seiner Auffassung noch vor dem 31. Dezember 2025 abgeschlossen sein müssen. Statt bereits verwendete Gelder aus 2025 zurückzufordern, zieht das Institut 188.888 Euro von der Förderzuteilung für 2026 ab.
Nach Darstellung der Balearen blockiert diese Entscheidung damit die geplante Ausschreibung über 189.732 Euro in diesem Jahr. Mindestens vier weitere autonome Gemeinschaften sind laut Landesregierung von derselben Auslegung betroffen.
Regierung verspricht Ersatz aus eigener Kasse
Tourismus- und Kulturminister Jaume Bauzá informierte die Betreiber der Kinos am Nachmittag über den Konflikt. Er betonte, dass den Empfängern der Hilfen kein Verstoß vorgeworfen werde.
Die Balearen wollen alle Verhandlungs- und Einspruchswege ausschöpfen. Falls Madrid das Geld am Ende nicht überweist, will die Landesregierung den Betrag nach eigenen Angaben mit eigenen Mitteln übernehmen. So sollen die Kinos des Archipels die Folgen des Verwaltungsstreits nicht tragen.
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Quelle: Europa Press / Mallorca.com