112 auf den Balearen trainiert für Gewalt gegen Frauen
Rund 100 Beschäftigte des 112-Koordinierungszentrums der Balearen sollen im Laufe des Jahres 2026 lernen, Notrufe bei Gewalt gegen Frauen angemessen zu bearbeiten. Das Institut IBDona hat die Schulung bereits begonnen. Der Kurs richtet sich an das Personal des Notrufzentrums auf den Balearen.
Die Weiterbildung läuft als Selbstlernkurs. Sie soll den Beschäftigten Wissen, Fähigkeiten und Haltungen für den Umgang mit Fällen von Gewalt gegen Frauen vermitteln.
Notrufe erkennen und Opfer schützen
Die Teilnehmer sollen unterschiedliche Formen geschlechtsspezifischer Gewalt und mögliche Hinweise in Notrufen erkennen. Außerdem behandelt der Kurs besondere Einsatzprotokolle, die die unmittelbare Sicherheit der Betroffenen gewährleisten sollen.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Gesprächsführung. Das Personal soll aktiv zuhören, empathisch reagieren und zugleich professionell neutral bleiben.
Abstimmung mit Polizei und Rettungsdiensten
Die Schulung gibt auch Hinweise für die Zusammenarbeit mit Polizei, Gesundheitsdiensten, Sozialdiensten und spezialisierten Hilfsangeboten. Nach Angaben des Ministeriums soll sie eine institutionelle Kultur von Respekt, Gleichheit und Nulltoleranz gegenüber geschlechtsspezifischer Gewalt stärken.
Zum Programm gehören zudem Empfehlungen für Selbstfürsorge und den Umgang mit emotionaler Belastung. Diese betreffen besonders Beschäftigte, die regelmäßig Situationen mit hoher psychischer Belastung bearbeiten.
Themen: Polizei · Demonstrationen · Soziales
Quelle: Europa Press / Mallorca.com