Palma: Linksbündnis macht Wohnungsnot zum Wahlkampfthema
Wer auf den Balearen keine Wohnung findet oder trotz Arbeit kaum über die Runden kommt, steht im Mittelpunkt des Wahlkampfs von Ara Més-Front Ampli. Das Linksbündnis stellte am Dienstag, 27. Oktober, in Palma seine Kandidaten für den spanischen Kongress vor. Angeführt wird die Liste von Carme Gomila von MÉS per Mallorca.
Wohnen, Kaufkraft und Tourismus
Acht linke, ökologische und progressive Parteien gehören dem Bündnis an. Es will sich vor allem für bezahlbares Wohnen, mehr Kaufkraft und einen Wandel im Tourismus einsetzen. Gomila sagte, die Kandidaten kennten die Probleme der Inseln und müssten sich nicht aus Madrid erklären lassen, welche das seien.
Auf Listenplatz zwei steht Sergio Cerezo von Sumar, auf Platz drei Lucía Muñoz von Podemos. Muñoz fordert bessere Löhne und Renten sowie mehr Schutz für Mieter. Tourismusrekorde müssten sich auch im Wohlstand der Menschen auf den Balearen niederschlagen, sagte sie.
Kritik auch an möglichen Partnern
Gomila kündigte an, das Bündnis werde auch eine mögliche progressive Regierung kritisch begleiten. Am sozialdemokratischen PSOE bemängelte sie, dass ihm bei Vorhaben zum Wohnen der Mut gefehlt habe. Eine gemeinsame Kandidatur hindere Ara Més-Front Ampli nicht daran, die größte Regierungspartei zu kontrollieren.
Auch die anderen Inseln sollen auf der Liste vertreten sein: Mateu Berenguer von Més per Menorca steht auf Platz vier, Mariví Mengual von Ara Eivissa auf Platz fünf. Berenguer fordert mehr Verkehrsverbindungen außerhalb der Tourismussaison. Mengual kritisiert, dass der Reichtum aus dem Tourismus ihrer Ansicht nach nur bei einer Minderheit ankomme.
Themen: Wohnen & Immobilien · Politik
Quelle: Europa Press / Mallorca.com