Balearen gegen Aena: Keine Ausbaupläne für mehr Passagiere
Die Balearenregierung stellt sich gegen Ausbaupläne von Aena, die auf mehr Passagiere zielen. In Palma erklärte das zuständige Ministerium am Freitag, die geforderten Investitionen für die Flughäfen der Inseln sollten gerade nicht an steigende Passagierzahlen gekoppelt sein.
Das Ministerium verweist auf ein Schreiben von Ressortchef José Luis Mateo vom 6. Mai. Darin habe die Regierung ihre Forderungen für den Flughafen-Regulierungsplan DORA III für den Zeitraum 2027 bis 2031 schriftlich an Aena übermittelt.
Regierung verlangt Verbesserungen statt mehr Kapazität
Die Balearen hätten laut Ministerium Investitionen verlangt, die Folgen der Flughafeninfrastruktur auf den begrenzten Inseln mindern sollen. Genannt werden eine bessere Verkehrsanbindung am Boden, getrennte Bereiche für Fahrgäste von Linienverkehr, Gelegenheitsverkehr, Taxis und VTC sowie Investitionen in die Verknüpfung verschiedener Verkehrsmittel.
Dazu zählen auch Mittel für einen künftigen Zughalt am Flughafen, Technik und Modernisierung, die Anpassung an den Klimawandel sowie ein neuer Kontrollturm auf Menorca. Außerdem fordert die Regierung niedrigere Flughafengebühren, um die Anbindung in den Wintermonaten zu verbessern.
Streit um den Flughafenplan DORA III
Nach Darstellung des Ministeriums greifen die Ausbaupläne im DORA III keine Forderung der Balearen auf. Einige Anliegen seien nicht einmal berücksichtigt worden. Die Regierung weist zugleich zurück, dass ihre Vorschläge im Plan als Unterstützung für einen Kapazitätsausbau dargestellt würden.
Sie fordert die spanische Regierung und Aena auf, die Pläne zu überdenken. Die Investitionen müssten zur Strategie der Regierung passen, die touristische Unterbringungskapazität auf den Inseln zu begrenzen. Zugleich verlangt sie mehr Befugnisse für den Flughafen-Koordinierungsausschuss, damit die autonomen Institutionen bei der Flughafenverwaltung stärker mitreden können.
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Quelle: Europa Press / Mallorca.com