Ärzte-Streik am 28. Oktober: Verband fordert eigenes Statut
Der spanische Hausärzteverband Semergen stellt sich hinter den für den 28. Oktober angekündigten Ärzte-Streik und fordert ein eigenes Statut für Ärzte. Präsident José Polo erklärte am 15. September in Madrid, Ärzte hätten als „klinische Führungskräfte“ eine besondere Rolle im Gesundheitssystem.
Semergen unterstützt nach Angaben Polos Mobilisierungen für ein einheitliches, eigenes Statut für Ärzte. Zugleich beklagte er fehlende Budgets und Personalmangel in der Primärversorgung. Die Bedeutung von Hausärzten müsse weiterhin laut eingefordert werden, sagte Polo.
Solidarität mit Kollegen in Ceuta
Zur für den 24. September in Ceuta angekündigten Arbeitsniederlegung wegen der Belastung durch die Migrationskrise verlangte Polo dringend mehr Personal für die autonome Stadt. Von Normalität könne keine Rede sein, wenn Beschäftigte bis zu 24 Stunden am Stück arbeiteten.
Semergen erklärte sich mit den Kollegen solidarisch und unterstützt deren Forderungen. Polo betonte, die Lage sei real und könne so nicht weitergehen.
Kongress mit mehr als 4.500 Fachleuten
Der 48. nationale Semergen-Kongress findet vom 7. bis 10. Oktober in Santiago de Compostela statt. Erwartet werden mehr als 4.500 Fachleute zu 182 wissenschaftlichen Veranstaltungen über die Zukunft der Primärversorgung.
Auf dem Programm stehen unter anderem Genomik, künstliche Intelligenz, Krebsnachsorge, Adipositas, Suizidprävention und Antibiotikaresistenzen. Für den Kongress gingen rund 3.400 wissenschaftliche Beiträge ein.
Themen: Streiks · Arbeitsmarkt · Gesundheit · Politik
Quelle: Europa Press / Mallorca.com