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Ministerin kritisiert Ärzte-Streik ab 28. Oktober

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

Ab dem 28. Oktober wollen Ärzte- und Facharztgewerkschaften landesweit unbefristet streiken. Gesundheitsministerin Mónica García kritisiert den Ärzte-Streik und sagt, sie würde sich als praktizierende Ärztin nicht daran beteiligen. Für die Berufsgruppe sei das, „Steine gegen das eigene Dach zu werfen“.

Imagen de archivo de la ministra de Sanidad, Mónica García, durante una intervención en el Senado.
Europa Press

Die Ministerin äußerte sich am Mittwoch in Madrid. Sie zeigte sich nach eigener Aussage traurig und irritiert über den Streikaufruf. Viele Forderungen beträfen Zuständigkeiten der autonomen Gemeinschaften, sagte García.

Gesetz liegt bereits im Parlament

García verweist auf die Reform des Estatuto Marco, des Rahmengesetzes für die Arbeitsbedingungen im Gesundheitswesen. Ihr Ministerium habe mit der Reform erstmals seit 23 Jahren die Möglichkeit eröffnet, diese Bedingungen zu verbessern.

Der Gesetzentwurf liegt bereits im Congreso de los Diputados, dem spanischen Parlament. Dort könnten die Abgeordneten den Text ändern, ablehnen oder verabschieden, sagte die Ministerin.

Regionen sollen Personal und Mittel bereitstellen

Nach Garcías Darstellung setzt das staatliche Gesetz nur den Rahmen. Die autonomen Gemeinschaften müssten die Erwartungen mit Ressourcen und Personal erfüllen, da sie als Arbeitgeber zuständig seien.

Das betreffe auch die Arbeitszeiten: Damit Beschäftigte statt 24 Stunden nur 12 Stunden arbeiten müssten, seien zusätzliche Kollegen nötig. García verwies zudem darauf, dass einige autonome Gemeinschaften bereits Vereinbarungen mit denselben Gewerkschaften getroffen hätten, die nun zum landesweiten Streik aufrufen.

Themen: Streiks · Arbeitsmarkt · Gesundheit · Politik

Quelle: Europa Press / Mallorca.com