Ärztestreik ab 28. Oktober: Termine könnten ausfallen
Ab 28. Oktober könnten geplante Arzttermine, Untersuchungen und Behandlungen ausfallen, wenn der angekündigte unbefristete Ärztestreik beginnt. Die Patientenplattform POP fordert deshalb in Madrid am 14. September alle Beteiligten zu mehr Gesprächen auf. Sie will den Konflikt noch vor dem Streik lösen.
Die Plattform erkennt die Forderungen von Ärzten und Fachärzten an. Dennoch sei ein Streik eine schlechte Nachricht für das Gesundheitssystem: Er treffe vereinbarte Termine, Wartelisten und die kontinuierliche Versorgung von Patienten.
Kranke und Pflegebedürftige besonders betroffen
Besonders schwer wiegen die Folgen nach Einschätzung der POP für Menschen mit chronischen Erkrankungen, mehreren Krankheiten, Behinderungen, Pflegebedarf oder laufenden Behandlungen. Viele müssten weite Strecken zu medizinischen Einrichtungen zurücklegen und kämen teils in gesundheitlich belastender Lage dort an, ohne vorher von einer abgesagten Untersuchung oder Sprechstunde erfahren zu haben.
POP-Präsidentin Carina Escobar betont, jeder Streiktag betreffe Patienten, die teils seit Monaten auf eine Beratung, einen Diagnosetest, eine Behandlung oder einen Eingriff warteten. Ausgefallene Termine bedeuteten nicht nur verlorene Zeit und unnötige Wege. Sie könnten die Gesundheit verschlechtern, Unsicherheit verstärken und das Vertrauen in das System beschädigen.
Reform des Rahmenstatuts noch im Parlament
Auslöser für den geplanten Streik ist die Reform des Rahmenstatuts, auf Spanisch Estatuto Marco. Nach Angaben der POP läuft das Verfahren weiter im Abgeordnetenkongress. Dort könnten politische Gruppen weiterhin Vorschläge einbringen und Änderungen beantragen.
Die Organisation verlangt vom Streikkomitee, dem Gesundheitsministerium, den autonomen Gemeinschaften und weiteren Beteiligten einen letzten Versuch zur Einigung. Der Konflikt dürfe nicht erneut auf dem Rücken der Patienten ausgetragen werden.
Sollte medizinische Versorgung ausfallen, fordert die POP einen konkreten Plan für die Nachholung. Er soll Fristen, Zuständigkeiten und Kontrollmechanismen enthalten und Menschen mit besonders hoher klinischer oder sozialer Belastung vorrangig berücksichtigen. Zudem verlangt die Plattform klare Informationen über Gründe, Umfang und Folgen des Streiks sowie über den Stand der Verhandlungen.
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Quelle: Europa Press / Mallorca.com