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Ärztestreik in Spanien: Wahl verschiebt den Ausstand

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

Der unbefristete Ärztestreik in Spanien ab dem 28. Oktober ist vorerst verschoben. Das Streikkomitee mehrerer Ärztegewerkschaften teilte am Mittwoch, 7. Oktober, in Madrid mit, dass es die geplanten Arbeitsniederlegungen wegen der angekündigten Parlamentswahl aufschiebt. Der Konflikt um das geplante Estatuto Marco, ein Rahmenstatut, bleibt nach Angaben des Komitees bestehen.

Archivo - El Comité de Huelga eleva el conflicto contra Sanidad y el Estatuto Marco con paros indefinidos desde septiembre
Europa Press

Warum die Ärzte den Streik verschieben

Die Gewerkschaften sehen bis zur Bildung einer neuen Regierung keinen Verhandlungspartner, der über eigene Regeln für Ärzte und andere Mediziner entscheiden kann. Unbefristete Streiks würden den Beschäftigten deshalb viel abverlangen, ohne dass Verhandlungen derzeit zum Ziel führen könnten.

Nach Einschätzung des Komitees fällt der bisherige Entwurf des Gesundheitsministeriums durch die Wahl weg. Es wertet das als Erfolg seines Protests.

Der Streik bleibt möglich

Die Streikankündigung gilt nach Angaben des Komitees weiter. Es will seine Forderungen der nächsten Regierung vorlegen und die Arbeitsniederlegungen wieder aufnehmen, falls diese nicht darauf eingeht.

Zu den Forderungen gehören eigene Regeln für die Berufsgruppe, ein gesonderter Verhandlungstisch und ein Ende verpflichtender Bereitschaftsdienste. Das Komitee verlangt außerdem eine Rente, die der Arbeitsbelastung entspricht, und eine Berufseinstufung, die Qualifikation und Verantwortung berücksichtigt.

Themen: Arbeitsmarkt · Politik

Quelle: Europa Press / Mallorca.com

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