Ibiza: 16 Prozent mehr Agrarbetriebe als 2019
Auf Ibiza waren 2025 insgesamt 1.773 Agrarbetriebe registriert – 16 Prozent mehr als 2019. Insel-Vizepräsident Mariano Juan stellte die Zahlen am Mittwoch im Parlament der Balearen vor und begrüßte den Entwurf eines neuen Landwirtschaftsgesetzes. Der Inselrat von Formentera fordert dagegen Änderungen, damit das Gesetz die Besonderheiten der Insel berücksichtigt.
Mehr Betriebe, aber weiter Schwierigkeiten
Auch die Zahl der Viehzuchtbetriebe auf Ibiza stieg: von 734 im Jahr 2019 auf 968 im Jahr 2025. Die Fläche für ökologische Landwirtschaft verdoppelte sich nahezu von 792 Hektar im Jahr 2020 auf 1.590 Hektar im Jahr 2025.
Juan sieht im Gesetzentwurf eine Chance, bürokratische Hürden abzubauen und landwirtschaftliche Arbeit rentabler zu machen. Zugleich verweist er auf Schwierigkeiten durch die Insellage, zersplitterte Betriebe und die Konkurrenz um Boden und Arbeitskräfte. Bei mehreren Förderrunden seit 2020 bearbeitete der Inselrat 102 Anträge junger Landwirte auf Einstieg in den Sektor. Entscheidend sei, dass sie dauerhaft von ihrer Arbeit leben könnten.
Formentera fordert Regeln für die eigene Insel
Formenteras Inselrat will, dass das Gesetz traditionelle Formen der Landbewirtschaftung ausdrücklich berücksichtigt. Er hat dazu Änderungswünsche eingereicht und verlangt zudem klare Zuständigkeiten der Inselräte in Agrarfragen.
Bei Bewässerungsprojekten mit aufbereitetem Wasser fordert Formentera eine gründliche Kontrolle des Wassers entsprechend dem Zustand der Grundwasserleiter. Auch die landwirtschaftliche Nutzung von Naturmaterial aus der Küstenreinigung, darunter Posidonia, soll nach Ansicht des Inselrats die traditionellen Verfahren und die Umweltvorschriften berücksichtigen.
Themen: Landwirtschaft · Politik
Quelle: Europa Press / Mallorca.com