Balearen: Agrargesetz soll Bauern mehr Spielraum geben
Bauern auf den Balearen sollen ihre Produkte künftig leichter direkt verkaufen und zusätzliche Angebote auf ihren Höfen entwickeln können. Das sieht der Entwurf für ein neues Agrargesetz vor. Der Bauernverband Asaja Baleares begrüßt die Pläne am Donnerstag, 8. Oktober 2026, betont aber: Geld bringt das Gesetz den Betrieben nicht automatisch.
Mehr Möglichkeiten für die Höfe
Der Entwurf soll landwirtschaftlichen Betrieben erlauben, ihre Arbeit durch Angebote aus dem ländlichen Raum zu ergänzen. Dazu zählen bestimmte handwerkliche Tätigkeiten, Aufenthalte auf Bauernhöfen und Angebote rund um Pferde. Auch die Verarbeitung eigener Produkte und deren Direktverkauf sollen leichter werden.
Asaja-Präsident Joan Company sieht darin neue Wege, Betriebe rentabel zu machen. Zugleich stellt er klar, dass das Gesetz „nicht von sich aus alle Probleme“ der Landwirtschaft auf den Balearen löst. Der Verband hofft außerdem auf einfachere Verwaltungsabläufe, damit Landwirte mehr Zeit für ihre Arbeit haben.
Wasser und Schutz vor Feuer
Der Gesetzentwurf setzt auf eine effizientere Nutzung der verfügbaren Wasserressourcen und stärkt den Einsatz aufbereiteten Wassers in der Landwirtschaft. Für erneuerbare Energien sollen vorrangig Dächer und Bauten der Betriebe genutzt werden. Vorgesehen ist auch Agrophotovoltaik, bei der Energieerzeugung und landwirtschaftliche Produktion vereinbar bleiben sollen.
Für Asaja betrifft das Gesetz weit mehr als die Lebensmittelproduktion: Die damit verbundenen Tätigkeiten erstrecken sich nach Angaben des Verbands auf rund 85 Prozent des Gebiets der Balearen. Der Entwurf bezieht auch die Waldbewirtschaftung ein und sieht Maßnahmen zur Vorbeugung und Wiederherstellung nach Waldbränden und anderen Naturkatastrophen vor.
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Quelle: Europa Press / Mallorca.com