Mallorca: PSIB warnt vor Häusern im Agrargesetz
Neue Häuser auf ländlichem Grund statt mehr Lebensmittelproduktion: Diese Priorität wirft der PSIB der Regierung der Balearen bei ihrem Entwurf für ein Agrargesetz vor. Die balearischen Sozialisten äußerten die Kritik am 16. Oktober in Palma auf Mallorca. Aus ihrer Sicht gibt der Entwurf Tourismus und weiteren gewerblichen Tätigkeiten mehr Raum, ohne die landwirtschaftliche Produktion ausreichend zu stärken.
Streit um Häuser und Tourismus
Die PSIB-Abgeordneten Marc Pons und Malena Riudavets kritisieren, der Entwurf suche nach einer Begründung für weitere Wohnhäuser auf ländlichem Grund und sichere touristische Plätze ab. Eine Strategie für mehr Produktion, bessere Produktqualität und die Anpassung an den Klimawandel erkennen sie darin nicht.
Die Sozialisten haben nach eigenen Angaben auch die Begriffe im Entwurf gezählt: Das Wort „Wohnung“ komme 31-mal vor, „ergänzende Tätigkeiten“ 44-mal. Begriffe wie „Ernährungssouveränität“ oder „Anpassung an den Klimawandel“ fehlten dagegen ganz, so der PSIB.
PSIB will anderen Schwerpunkt
Pons und Riudavets halten eine Aktualisierung des Agrargesetzes für nötig. Sie soll aus ihrer Sicht aber regeln, wie landwirtschaftliche Betriebe mehr Lebensmittel produzieren, deren Qualität verbessern und rentabel arbeiten können. Der PSIB will dafür eigene Vorschläge einbringen.
Die Partei fordert außerdem Instrumente, mit denen sich Landwirtschaft und Viehzucht an den Klimawandel anpassen können. Zugleich warnt sie davor, dass mehr Bebauung auf ländlichem Grund die Nutzung produktiver Flächen und die Entscheidungen der Landwirte künftig einschränken könnte.
Themen: Landwirtschaft · Politik
Quelle: Europa Press / Mallorca.com