Mallorca: Bauen unter 14.000 Quadratmetern wird begrenzt
Für kleine Grundstücke auf Mallorca sieht das geplante Agrargesetz neue Grenzen beim Hausbau vor. Auf Flächen unter 14.000 Quadratmetern soll Bauen unter bestimmten Bedingungen eingeschränkt werden. Darüber stritten Landwirtschaftsminister Joan Simonet und Abgeordnete am Dienstag, 13. Oktober, im Parlament in Palma auf Mallorca.
Wer ein Haus baut, soll Land bewirtschaften
Simonet will mit dem Gesetz landwirtschaftlichen Betrieben helfen, auch ohne zusätzliche Subventionen rentabel zu sein. Die vorgesehenen Maßnahmen seien freiwillig: Jeder Landwirt könne wählen, was zum eigenen Betrieb passe.
Für neue Häuser auf ländlichen Grundstücken soll eine weitere Bedingung gelten: Der nicht bebaute Teil muss landwirtschaftlich genutzt werden. Laut Simonet könnte die übrige Fläche dafür an einen Betrieb gebunden oder für 15 Jahre einer öffentlichen Verwaltung überlassen werden. Auch Investitionen in einen Betrieb oder ein Ausgleich für einen Landwirt aus der Gegend gehören zu den genannten Möglichkeiten.
Streit um Häuser und fruchtbaren Boden
Die sozialistische Abgeordnete Malena Riudavets warnt, dass Häuser auf Agrarland die Grundstückspreise erhöhen. Das mache es schwerer, Höfe zu erhalten oder neu zu gründen. Sie fordert mehr Schutz für landwirtschaftlich nutzbare Flächen.
Die Vox-Abgeordnete Patricia de las Heras hält die geplanten Vorgaben dagegen für eine zusätzliche Hürde beim Hausbau. Simonet entgegnet, dass auch die Landwirtschaft Land brauche. Der Entwurf sieht außerdem vor, bei Konflikten um Wasser auf ländlichen Flächen der Landwirtschaft Vorrang zu geben und die Nutzung aufbereiteten Wassers auszubauen.
Themen: Wohnen & Immobilien · Politik
Quelle: Europa Press / Mallorca.com