Mallorcas Felder: Experte fordert Plan gegen Klimafolgen
In Porreres auf Mallorca beeinträchtigen hohe Temperaturen im Winter die Blüte der Aprikosenbäume. Agraringenieur Andreu Vila nennt das am Mittwoch, 28. Oktober 2026, im Parlament der Balearen als Beispiel für Klimafolgen auf den Feldern. Er fordert einen Fahrplan für die Landwirtschaft der Inselgruppe.
Die Felder der Balearen böten ein trauriges Bild, sagt Vila. Den Fahrplan soll die Landwirtschaft selbst erarbeiten; die Verwaltung soll bei der Umsetzung helfen. Darin müssten unter anderem der Umgang mit Wasser, die Energiewende und der Einstieg junger Menschen in die Landwirtschaft Platz finden.
Hitze und Schädlinge verteuern die Arbeit
Neben der gestörten Blüte in Porreres nennt Vila die Bakterienkrankheit Xylella fastidiosa in Olivenhainen auf Ibiza und Schädlinge in Weinbergen. Er bringt die Probleme vor allem mit Wassermangel und zunehmend extremen Temperaturen in Verbindung.
Landwirte versuchen laut Vila, den Boden zu kühlen und Ernten mit Netzen zu schützen. Sie führen auch bis zu zehn bakterielle Prüfungen durch. All das treibe ihre Kosten nach oben.
Wasser halten und Nachwuchs gewinnen
Bei Regen müsse mehr Wasser auf den Inseln bleiben, statt ins Meer abzufließen, fordert Vila. Wurzeln und Bäume könnten es zurückhalten. Außerdem will er geeignete Stellen bestimmen, an denen sich Regenwasser sammeln lässt.
Junge Landwirte sähen dagegen eine geringe Rentabilität und achteten stärker auf ihre Arbeitsbedingungen, sagt Vila. Maschinen und besser organisierte Abläufe könnten die Arbeit für sie attraktiver machen. Bei der Abkehr von fossilen Brennstoffen dürfe die Politik aber nicht allein die Landwirtschaft in die Pflicht nehmen: Auch Flughäfen und Tourismus müssten ihren Beitrag leisten.
Themen: Landwirtschaft · Umwelt · Porreres
Quelle: Europa Press / Mallorca.com