Über 8.300 Mietanzeigen im Visier: Airbnb reagiert
Airbnb leitet in Spanien Schritte ein, um beanstandete Anzeigen für befristete Vermietungen zu entfernen. Das teilte die Plattform am 30. Oktober mit. Das spanische Ministerium für soziale Rechte, Verbraucherschutz und Agenda 2030 hält mehr als 8.300 Anzeigen auf zwei Plattformen, darunter Airbnb, für möglicherweise rechtswidrig.
Warum die Anzeigen Ärger machen
Die Inserate bewerben Ferienwohnungen als Unterkünfte zur befristeten Vermietung und erlauben Buchungen für weniger als 31 Tage. Seit einer jüngsten Gesetzesänderung müssen solche Verträge laut Ministerium aber mindestens 31 Tage dauern.
Die Verbraucherschutzbehörde sieht darin möglicherweise eine irreführende Geschäftspraxis. Entfernen oder sperren die Plattformen die gemeldeten Anzeigen nicht, droht ihnen ein Verfahren.
Airbnb fordert klare Regeln
Airbnb hat die betroffenen Gastgeber nach eigenen Angaben bereits informiert. Zugleich beklagt die Plattform unklare Regeln und Streit zwischen Behörden. Sie fordert eine „faire und verhältnismäßige“ Regulierung.
Mit Wohnungsanzeigen gab es schon früher Ärger: Das Ministerium verhängte gegen Airbnb eine Strafe von 64 Millionen Euro wegen Tausender Unterkünfte, die gegen Vorschriften verstießen. Mehr als 65.000 Anzeigen verschwanden daraufhin von der Plattform. Booking entfernte nach einer behördlichen Aufforderung ebenfalls mehr als 4.000 Anzeigen.
Themen: Tourismus
Quelle: Europa Press / Mallorca.com