Alcanada: PSIB sieht fast 5 Millionen Euro in Gefahr
Fast fünf Millionen Euro für die Beseitigung von Schadstoffen auf dem Gelände des alten Kraftwerks Alcanada in Alcúdia auf Mallorca könnten verloren gehen. Davor warnt die sozialistische Partei PSIB am Montag, 2. November. Sie wirft dem Inselrat von Mallorca und der Balearenregierung vor, die geplanten Projekte nicht voranzubringen.
Altes Kraftwerk, ausstehende Arbeiten
Der Inselrat kaufte das Gelände in der vergangenen Legislaturperiode. Dort sollte ein Projekt rund um Innovation sowie die sogenannte blaue und grüne Wirtschaft entstehen. Für die Beseitigung von Schadstoffen seien damals knapp fünf Millionen Euro aus EU-Mitteln gesichert worden, sagt Catalina Cladera, Sprecherin der Sozialisten im Inselrat.
Nach Claderas Darstellung hat der Inselrat die Arbeiten bis heute nicht begonnen. Sie sieht deshalb die Fördermittel in Gefahr. Auch beim geplanten Regattakanal und einem Ausbildungszentrum für nautische Berufe wirft sie den Verantwortlichen Stillstand vor.
Streit um weitere EU-Mittel
Der sozialistische Abgeordnete Carles Bona verlangt zudem Auskunft über mehr als drei Millionen Euro aus dem EU-Fonds für einen gerechten Übergang. Nach seinen Angaben hat die Balearenregierung eingeräumt, dass sie dieses Geld nicht wie vorgesehen einsetzen kann. Die Sozialisten wollen wissen, welche Projekte betroffen sind und wohin die Mittel stattdessen fließen sollen. Der Fonds ist unter anderem für Arbeiten am Kraftwerk von Alcanada und den schrittweisen Rückbau des Kraftwerks Es Murterar vorgesehen.
Im Gemeinderat von Alcúdia wollen die Sozialisten am 12. November einen Antrag beraten lassen. Sie fordern darin Garantien für die EU-finanzierten Projekte und eine Kontrolle der zugesagten Arbeiten. Was mit den Mitteln geschieht, ist damit weiter offen.
Themen: Umwelt · Politik · Alcúdia
Quelle: Europa Press / Mallorca.com