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Amadeus-Chef: Biometrie soll Reisen schneller machen

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

Reisende sollen an Flughäfen und in Hotels künftig schneller durch die Abläufe kommen, ohne dass Sicherheit und Privatsphäre leiden. Amadeus-Chef Luis Maroto setzt dafür auf Biometrie und digitale Identität. Das sagte er am Dienstag beim Forbes Economic Summit in Madrid.

Luis Maroto, CEO de Amadeus
Europa Press

Amadeus habe dafür Vision-Box übernommen und ein Angebot für Idemia vorgelegt, erklärte Maroto. Ziel sei es, Sicherheitskontrollen nicht zu einem Engpass werden zu lassen. Biometrie und digitale Identität, die auch Europa vorantreibe, könnten den Ablauf für Reisende deutlich beschleunigen.

KI soll Daten verantwortungsvoll nutzen

Künstliche Intelligenz ist für Maroto dagegen vor allem eine Frage des verantwortungsvollen Umgangs mit Informationen und großen Datenmengen. Die Technik sei ein Mittel, entscheidend bleibe die Erfahrung der Reisenden.

Amadeus arbeite bei der Integration von Diensten mit Google, Microsoft und Anthropic zusammen. Maroto fordert dabei Vertrauen darin, dass Technologieanbieter Daten zuverlässig, neutral und verantwortungsvoll verwenden.

1.400 Millionen Euro für Innovation

Die Reisebranche wachse laut Maroto fast auf das Niveau von 10 Prozent des weltweiten Bruttoinlandsprodukts und schneller als die globale Wirtschaft. Amadeus verstehe sich dabei als neutrale, im Hintergrund arbeitende Infrastruktur, die Akteure der Reisebranche miteinander verbindet.

Um konkurrenzfähig zu bleiben, investiert das Unternehmen nach Angaben seines Chefs jährlich 1.400 Millionen Euro in Forschung, Entwicklung und Innovation. Fast 95 Prozent der Beschäftigten seien Ingenieure. Spanien müsse weiter in Ausbildung investieren und technologische Fachkräfte im Land halten, sagte Maroto.

Themen: Tourismus · Wirtschaft

Quelle: Europa Press / Mallorca.com