Deutsche Anleger blicken erstmals seit April trüber voraus
Im Oktober blicken deutsche Anleger erstmals seit April wieder skeptischer auf die Zukunft. Der Wert für ihre Erwartungen fällt von 34,7 Punkten im September auf 28,1 Punkte im Oktober. Das zeigt der Indikator des Leibniz-Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW). Es ist der schwächste Wert seit Juli.
Die aktuelle Wirtschaftslage in Deutschland schätzen die Anleger dagegen den vierten Monat in Folge besser ein. Der Wert steigt von -47,1 Punkten im September auf -35,9 Punkte im Oktober. So wenig pessimistisch fiel die Bewertung zuletzt im Mai 2023 aus.
ZEW-Präsident Achim Wambach sieht die deutsche Wirtschaft langsam aus der Stagnation kommen. Die Erholung trage sich aber noch nicht selbst. Hohe Energiepreise belasteten die Kaufkraft und die Investitionen, erhöhten die Produktionskosten und hielten die Inflation länger hoch.
Auch für die Eurozone trüben sich die Erwartungen deutscher Anleger ein: Der Wert sinkt von 25,8 Punkten im September auf 18,5 Punkte im Oktober. Ihre Bewertung der aktuellen Lage bleibt mit -14,8 Punkten nahezu unverändert.
Themen: Wirtschaft
Quelle: Europa Press / Mallorca.com