Balearen: ANPE will über 1.600 Millionen für Bildung
Klassenzimmer klimatisieren, mehr Platz schaffen und Lehrkräfte halten: Dafür verlangt die Lehrergewerkschaft ANPE mehr Geld für die Schulen der Balearen. In Palma auf Mallorca fordert sie am 25. Oktober 2026, dass die Regionalregierung im Haushalt 2027 mehr als 1.600 Millionen Euro für Bildung einplant. Am vergangenen Freitag hatte die Regierung die Ausgabenobergrenze für den Haushalt auf 7.160 Millionen Euro festgelegt.
Warum der Gewerkschaft das geplante Plus nicht reicht
Im Bildungsetat 2026 stehen 1.400,22 Millionen Euro. Würde er wie für den Gesamthaushalt vorgesehen um 9,1 Prozent wachsen, käme er 2027 auf 1.527,64 Millionen Euro. ANPE hält das für zu wenig. Die Gewerkschaft verlangt ein Plus von mehr als 14 Prozent gegenüber dem aktuellen Bildungsetat.
ANPE-Chef Víctor Villatoro will mit dem zusätzlichen Geld bestehende Zusagen erfüllen und die Arbeitsbedingungen der Lehrkräfte verbessern. Die Gewerkschaft verweist auf Kaufkraftverluste, die hohen Lebenshaltungskosten auf den Balearen und Folgen der staatlichen Gehaltskürzungen von 2010.
Mehr Platz und Personal für die Schulen
ANPE fordert Geld für klimatisierte Klassenräume, bessere Gebäude, zusätzliche Unterrichtsräume und mehr Lehrkräfte. Weniger Bürokratie steht ebenfalls auf der Liste. Hohe Wohnkosten und die schwierige Wohnungssuche erschweren laut Gewerkschaft zudem die Besetzung von Lehrerstellen auf den Inseln.
Die Gewerkschaft will auch Mittel für vereinbarte Bildungsmaßnahmen und die Verhandlungen über ein neues Abkommen für 2027 bis 2031 sichern. Weitere Hilfen sollen nach ihrem Willen Schulabbrüche verringern und Schüler mit unterschiedlichem Unterstützungsbedarf besser erreichen. Ob die Regionalregierung die geforderte Summe in den Haushalt aufnimmt, geht aus der Mitteilung nicht hervor.
Themen: Arbeitsmarkt · Bildung
Quelle: Europa Press / Mallorca.com