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Menorca: Parlament berät Grenze für einfahrende Autos

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

Auf Menorcas Straßen soll die Zahl einfahrender Autos künftig begrenzt werden. Das Parlament in Palma berät am kommenden Dienstag den Gesetzentwurf des Inselrats von Menorca. Eine Mehrheit aus PP, PSIB, MÉS per Mallorca, Més per Menorca und Unidas Podemos dürfte dem Text zustimmen.

Archivo - Lluvia en una carretera de Menorca
Europa Press

Die Regelung soll die Zufahrt von Fahrzeugen nach Menorca einschränken. Més-per-Menorca-Abgeordneter Josep Castells nennt die Autosättigung auf der Insel „unerträglich“: Auf der Hauptstraße gebe es eine dauerhafte Autoschlange, die Sicherheit und Lebensqualität der Menorquiner beeinträchtige.

Kritik am späten Gesetz

Castells unterstützt das Gesetz im Parlament, obwohl er es als Verzögerungsmanöver der PP kritisiert. Sein eigenes Nein im Inselrat habe darauf beruht, dass er die Regelung für völlig unnötig halte: Nach seiner Ansicht hätte die Begrenzung bereits über das Gesetz zum Biosphärenreservat eingeführt werden können.

Nun wolle Més per Menorca aber nicht, dass der Inselrat das Gesetz als Ausrede nutzt, weil es nicht rechtzeitig komme. Castells fordert deshalb größtmögliche Eile bei der Beratung. Zudem warnt er vor einer zu hoch angesetzten Obergrenze für Autos, die das Gesetz wirkungslos machen könnte.

Auch der PSIB hält die Vorlage für verspätet. Menorca sei bei solchen Nachhaltigkeitsmaßnahmen bislang Vorreiter gewesen und nun die letzte Insel mit einer solchen Regelung. Die Sozialisten wollen erreichen, dass die Begrenzung 2027 greift und die Einfahrt von Fahrzeugen um 15 Prozent senkt.

Regelung braucht noch Details

Unidas Podemos will ebenfalls zustimmen. Abgeordneter José María García betont jedoch, dass die konkrete Verordnung zur Umsetzung noch ausgearbeitet werden müsse.

Neben der Fahrzeugbegrenzung stehen im nächsten Plenum weitere Themen auf der Tagesordnung, darunter eine PP-Initiative zur Erneuerung des Sonderregimes der Balearen und Fragen zu den Tourismuspolitiken der Regierung nach den Protesten dieses Sommers.

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Quelle: Europa Press / Mallorca.com