Balearen: 2026 und 2027 droht Bruch der Ausgabenregel
Auf den Balearen könnten die öffentlichen Ausgaben 2026 und 2027 stärker wachsen, als die nationale Ausgabenregel erlaubt. Davor warnt die Unabhängige Behörde für Finanzverantwortung (AIReF) in einem Bericht vom Mittwoch, 4. November 2026. Die Balearen rechnen dagegen damit, die Regel in beiden Jahren einzuhalten.
Ausgaben steigen schneller als erlaubt
Für 2026 erwartet die Behörde ein Plus von 5,6 Prozent bei den Ausgaben, die unter die nationale Regel fallen. Erlaubt sind 3,5 Prozent. Für 2027 prognostiziert sie 6,1 Prozent statt der zulässigen 4 Prozent.
Trotzdem rechnet die AIReF für 2027 mit einem Haushaltsüberschuss von 0,1 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Zugleich erwartet sie höhere Personalkosten und steigende Betriebsausgaben, besonders in Gesundheitszentren. Die Balearen gehen für 2027 von einem höheren Überschuss und geringeren Ausgaben aus als die Behörde.
Warnung reicht bis 2029
Auch für 2028 und 2029 sieht die AIReF das Risiko, dass die Balearen die Ausgabenregel überschreiten. Sie erwartet ein Ausgabenwachstum von 5,7 beziehungsweise 4,1 Prozent. Die derzeitigen Grenzen liegen bei 3,8 und 3,6 Prozent.
Die Behörde hält die bisherigen und geplanten Einsparungen nicht für ausreichend. Sie empfiehlt den Balearen, zusätzliche dauerhafte Ausgaben ohne ebenso dauerhafte Finanzierung zu vermeiden.
Quelle: Europa Press / Mallorca.com