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Balearen: Über 8.100 Millionen Euro Schulden – Costa sieht keine Geldnot

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

Mehr als 8.100 Millionen Euro langfristige Schulden: Diese Zahl nennt die Vox-Abgeordnete Patricia de las Heras für die Balearen. Wirtschafts- und Finanzminister Antoni Costa sieht trotzdem kein Liquiditätsproblem. Am Dienstag, 3. November, verteidigte er im Parlament in Palma die Finanzlage der Inselgruppe und erläuterte die Jahresrechnung für 2025.

Archivo - El conseller de Economía, Hacienda e Innovación, Antoni Costa, durante una comisión en el Parlament.
Europa Press

Costa hält die Balearen für zahlungsfähig

Die Balearen könnten ihre Rechnungen bezahlen, sagte Costa vor dem Haushaltsausschuss. Die Schulden seien seit Beginn der Legislaturperiode Jahr für Jahr gesunken. Bei der Finanzierung sieht er die Region auf einem Kurs ohne Defizit oder mit Überschuss. Das soll nach seiner Erwartung auch 2026 und 2027 so bleiben.

Widerspruch kam aus der Opposition. Der Sozialist Llorenç Pou verwies darauf, dass die Balearen ihre Lieferanten im spanischen Vergleich am spätesten bezahlen. Costa machte dafür den balearischen Gesundheitsdienst IbSalut verantwortlich. Es fehle nicht an Geld, sondern es gebe Probleme bei der Haushaltsausführung und bei Verträgen. Für offene Rechnungen seien außerordentliche Zahlungswege eingerichtet worden.

Opposition warnt vor Risiken für den Haushalt

De las Heras verwies neben den Schulden auf steigende Zinszahlungen. Der Sprecher von MÉS per Mallorca, Lluís Apesteguia, kritisierte, dass das Wohnungsressort nur 60 Prozent seines Budgets ausgegeben habe. Er warnte zudem vor der Abhängigkeit vom Immobilienmarkt: Jeder achte Euro der Einnahmen hänge nach seiner Darstellung daran.

Auch Costa räumte ein, dass Käufe von Nichtansässigen erhebliche Einnahmen aus der Immobiliensteuer bringen. Diese kämen den Dienstleistungen für Einwohner zugute. Zugleich warnte er, eine Krise wie 2010 könnte die Steuereinnahmen der Balearen belasten.

Themen: Politik · Wirtschaft

Quelle: Europa Press / Mallorca.com

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