Balearen prüfen Klage wegen 180 Millionen Euro Wohnhilfen
Für die Balearen sind von 180 Millionen Euro staatlicher Wohnhilfen keine Mittel vorgesehen. Die spanische Regierung vergibt die Zuschüsse nur an autonome Gemeinschaften, die Gebiete mit angespanntem Wohnungsmarkt ausgewiesen haben. Die Regionalregierung in Palma auf Mallorca teilte am 23. Oktober 2026 mit, dass ihre Rechtsabteilung eine Klage gegen die Verordnung prüft.
Regierungssprecher Antoni Costa nennt die Regelung eine klare Benachteiligung der Balearen. Das balearische Ministerium für Wohnen, Raumordnung und Mobilität hatte Einwände gegen den Entwurf eingelegt. Die spanische Regierung habe sie ignoriert, sagte Costa nach der Sitzung des Consell de Govern.
Costa sieht den Grundsatz der Gleichbehandlung der Regionen verletzt. Staatliche Wohnhilfen sollten sich seiner Ansicht nach vor allem am tatsächlichen Bedarf orientieren – etwa an Miet- und Kaufpreisen, der finanziellen Belastung der Haushalte, knappem Wohnraum und dem Bevölkerungsdruck. Ob die Balearen tatsächlich vor Gericht ziehen, ist noch offen.
Themen: Wohnen & Immobilien · Politik
Quelle: Europa Press / Mallorca.com