Balearen-Vögel: Atlas mit 10,3 Millionen Einträgen
Die Sturmschwalbe verbringt den Großteil ihres Lebens auf offener See. Die Balearengrasmücke kommt nur auf den Balearen vor. Zu beiden Arten haben Forscherinnen des Mediterranen Instituts für fortgeschrittene Studien (Imedea) Texte für einen neuen spanischen Vogelatlas beigetragen, den SEO/BirdLife im Oktober 2026 vorgestellt hat.
Der Atlas beschreibt die Bewegungen, Verbreitung und jahreszeitliche Präsenz von mehr als 300 Vogelarten in Spanien. Dafür nutzt er mehr als 10,3 Millionen Einträge über die Beringung und das Wiederfinden von Vögeln aus den Jahren 1905 bis 2025.
Die Sturmschwalbe zieht auf den Atlantik
Die Sturmschwalbe ist die kleinste Seevogelart, die im Mittelmeer brütet. An Land kommt sie nur während der Fortpflanzungszeit. Ihr Leben auf offener See und ihre nächtliche Aktivität an den Brutplätzen machen es schwer, sie zu erforschen.
Die Forscherinnen Ana Sanz und Sofia Bolumar beschreiben im Atlas ihre Routen zu den Wintergebieten im Atlantik. Dabei stützen sie sich auch auf die Ortung der Vögel mit Geolokalisierungsgeräten. Ihre Arbeit benennt wichtige Nahrungsgebiete auf See und Gefahren wie Verschmutzung, extreme Wetterereignisse und den Klimawandel.
Balearengrasmücke: Verbreitung im Jahreslauf
Die Balearengrasmücke ist auf den Balearen heimisch. Margarida Barceló hat ihren Atlas-Eintrag gemeinsam mit Óscar Gordo verfasst. Er bündelt Angaben zu ihrer Verbreitung, Beringungsdaten und Veränderungen ihrer Präsenz im Jahreslauf.
Damit geht es im Atlas nicht nur um lange Zugrouten. Auch die Bewegungen von Arten mit einem begrenzten Verbreitungsgebiet zählen. Für solche Vögel ist das Wissen besonders wichtig: Ihre Bestände können empfindlich auf Veränderungen ihrer Umwelt reagieren.
Themen: Natur & Tiere
Quelle: Europa Press / Mallorca.com