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Barrieren: 29 Prozent erwägen Umzug aus dem Viertel

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

Für 29 Prozent der Menschen mit eingeschränkter Mobilität kommen architektonische Barrieren – bauliche Hindernisse – so schwer ins Gewicht, dass sie einen Umzug aus ihrem Viertel erwägen. Das zeigt eine am 16. September veröffentlichte Studie der Fundación Mutua de Propietarios in Madrid. Sie untersucht, wie solche Hindernisse ein selbstständiges Leben erschweren.

Casi un 30% de personas con movilidad reducida cambiaría de barrio por las barreras arquitectónicas, según un estudio
Europa Press

Auch über diese Gruppe hinaus sehen viele Spanier Probleme: 18 Prozent glauben, sie müssten bei der Fortbewegung im Rollstuhl die Gemeinde wechseln. 22 Prozent würden dann ihr Viertel verlassen.

Viele Wohnhäuser bleiben schwer zugänglich

33 Prozent der Befragten sagen, sie müssten bei einer Rollstuhlnutzung sogar ihr Gebäude wechseln. Von knapp 9,8 Millionen Wohngebäuden bieten laut Studie nur 3 Prozent – rund 292.000 – einen vollständig zugänglichen Weg von der Straße bis zur Wohnungstür. 97 Prozent weisen mindestens ein Hindernis auf.

Besonders kritisch fällt die Einschätzung bei älteren Gebäuden aus: 49 Prozent halten ihr vor 1964 errichtetes Haus für ungeeignet für Menschen mit eingeschränkter Mobilität. Bei neueren Bauten teilen 14 Prozent diese Ansicht.

Kosten und fehlende Einigung bremsen Umbauten

Die Kosten nennen 31 Prozent als größtes Hindernis für notwendige Verbesserungen in der Eigentümergemeinschaft. Für 17 Prozent fehlt es an einer Einigung. 78 Prozent der Gemeinschaften haben deshalb bislang keine Maßnahmen für mehr Zugänglichkeit umgesetzt, und 61 Prozent planen dies auch in den kommenden Jahren nicht.

36 Prozent der Spanier meinen zudem, sie müssten ihre heutige Wohnung bei Mobilitätsproblemen aufgeben. 84 Prozent erwarten, dass eine Anpassung des eigenen Zuhauses an neue Bedürfnisse finanziell schwierig wäre.

Quelle: Europa Press / Mallorca.com