Mallorcas Bauern: Fünf Prozent Touristensteuer für Wasser
Fünf Prozent der Einnahmen aus der Touristensteuer sollen jedes Jahr in aufbereitetes Wasser für Mallorcas Landwirtschaft fließen. Das fordert der Bauernverband Unió de Pagesos de Mallorca am Donnerstag in einer Mitteilung zum Entwurf des Agrargesetzes. Die Regionalregierung hat den Entwurf am vergangenen Freitag gebilligt. Der Verband sieht darin positive Ansätze, hält ihn aber für unzureichend, um die Betriebe wirtschaftlich abzusichern.
Keine Pools auf ländlichen Grundstücken
Die Bauern wollen außerdem, dass ländliche Grundstücke der Lebensmittelproduktion dienen und dort keine Pools gebaut werden dürfen. Hilfen aus der Touristensteuer für den Erhalt der Landschaft sollen zurückkehren.
Auch der Tourismus soll stärker bei den Bauern einkaufen: Der Verband fordert, den Mindestanteil lokaler Produkte bei seinen Einkäufen festzuschreiben und auf zehn Prozent zu erhöhen.
Mehr Hilfe für kleine Höfe
Der Gesetzentwurf unterscheidet zwischen vorrangigen und bevorzugten Agrarbetrieben. Nach Ansicht des Verbands müssen vorrangige Betriebe diesen Status auch beim Zugang zu Hilfen und Ressourcen spüren. Für kleine professionelle Betriebe fordert er ausreichend Unterstützung, damit sie weiterarbeiten können.
Bei Hilfen sollen nicht nur die Fläche, sondern auch Einkommen, Arbeit und Wertschöpfung zählen. Der Verband begrüßt zudem, dass der Entwurf mehr Tätigkeiten rund um die Höfe zulässt. Bauern brauchen nach seiner Ansicht aber klare Regeln, um ihre Produkte verarbeiten und direkt verkaufen zu können.
Themen: Landwirtschaft · Tourismus · Politik · Wirtschaft
Quelle: Europa Press / Mallorca.com