Bauernproteste wegen Kosten: Regierung verspricht Maßnahmen
Vor angekündigten Bauernprotesten wegen steigender Produktionskosten hat Landwirtschaftsminister Luis Planas am Donnerstag in Córdoba weitere Maßnahmen der Regierung angekündigt. Besonders der teurere Diesel belastet nach seinen Angaben die Landwirtschaft. Planas sagte, die Regierung wolle verhindern, dass die höheren Kosten von Erzeugern und Industrie an Verbraucher weitergegeben werden.
Mehrere Ministerien arbeiteten auf den Ministerrat in der kommenden Woche hin, erklärte Planas. Er habe sich bereits mit Vertretern der Fischerei, der Landwirtschaft, der Agrarindustrie sowie mit Herstellern und Händlern von Düngemitteln und Tierfutter getroffen.
1.107 Millionen Euro für den Primärsektor
Nach Angaben des Ministers hat die Regierung bereits ein Paket von 1.107 Millionen Euro für den Primärsektor und die Agrarwirtschaft beschlossen. Davon entfielen 665 Millionen Euro auf Düngemittel. Rund 75 Prozent dieser Hilfe seien bereits ausgezahlt und auf den Konten von etwa 250.000 Landwirten in Spanien angekommen.
Planas verwies neben den steigenden Preisen für Erdöl, Kraftstoffe und Gas auch auf höhere Düngemittelkosten. Diese Ausgaben seien entscheidend für die Preise in der Industrie und letztlich in der gesamten Lebensmittelkette. Auch Transport und Logistik spielten beim Endpreis für Verbraucher eine Rolle.
Regierung arbeitet an Düngemittelplan
Außer zeitlich begrenzten Hilfen bereite die Regierung einen nationalen Düngemittelplan vor. Dieser solle eine bessere Anwendung und einen geringeren Verbrauch von Düngemitteln in der Produktion ermöglichen.
Auch der Arbeitskräftemangel bleibe ein Thema. Planas nannte Wasser und verfügbare Beschäftigte als die zwei Fragen, die auf landwirtschaftlichen Betrieben und in Genossenschaften immer wieder auftauchten. Die Agrarorganisationen und Genossenschaften arbeiteten nach seinen Worten mit Jobbörsen daran, offene Stellen zu besetzen.
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Quelle: Europa Press / Mallorca.com