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Mallorca: Ärzte rekonstruieren Bein nach Verkehrsunfall

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

Nach einem schweren Verkehrsunfall steht für eine 58-Jährige der Erhalt ihres Beins auf dem Spiel. Im Universitätskrankenhaus Son Llàtzer in Palma auf Mallorca rekonstruieren Ärzte das verletzte Bein mit einem mikrochirurgischen Eingriff – zum ersten Mal führt die Klinik eine solche Operation durch. Das Gesundheitsministerium der Balearen berichtet darüber am 15. Oktober 2026.

Son Llàtzer realiza por primera vez una compleja reconstrucción microquirúrgica para preservar la pierna de una paciente
Europa Press

Die Frau hat einen komplizierten offenen Bruch von Schien- und Wadenbein. An ihrem Bein fehlen zudem großflächig Haut und anderes Gewebe. Die Rekonstruktion soll das Bein erhalten und das Risiko einer möglichen Amputation verringern.

Sechs Stunden für Knochen und Gewebe

Die Operation dauert sechs Stunden. Zuerst richten Unfallchirurgen den Bruch und stabilisieren das Schienbein mit einem Nagel im Knochen. Anschließend entnehmen plastische Chirurgen Muskelgewebe aus dem Rücken der Patientin und verpflanzen es an ihr Bein. Mit einem zweiten Gewebelappen decken sie einen Bereich nahe dem Knie ab.

Bei der Mikrochirurgie verbinden die Ärzte sehr kleine Blutgefäße. So können sie körpereigenes Gewebe nutzen, um die besonders große verletzte Fläche zu bedecken. Die Patientin bleibt danach etwas weniger als einen Monat im Krankenhaus.

Behandlung im eigenen Krankenhaus

Solche Verletzungen erfordern laut dem Gesundheitsministerium sowohl die Versorgung des Bruchs als auch den Ersatz des verlorenen Gewebes. Dafür arbeiten Unfallchirurgie und plastische Chirurgie zusammen. Fälle dieser Art musste Son Llàtzer bislang an ein anderes Krankenhaus überweisen.

Mit dem Eingriff können Patienten aus dem Einzugsgebiet die Behandlung künftig in ihrem eigenen Krankenhaus erhalten, statt für eine solche Operation in ein anderes Zentrum zu fahren. Die Klinik will die Zusammenarbeit der Abteilungen weiterentwickeln und nach und nach weitere Fälle vor Ort behandeln.

Themen: Gesundheit

Quelle: Europa Press / Mallorca.com

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