Palma fordert Camp-Räumung nach Belästigungsvorwürfen
An der Plaza de España in Palma auf Mallorca steht ein Camp, in dessen Umfeld der Zusammenschluss Flama von sexueller Belästigung berichtet. Am 6. Oktober fordert Palmas Bürgermeister Jaime Martínez deshalb erneut, dass die Regierungsvertretung der Balearen das Camp räumt. Flama berichtet in sozialen Netzwerken auch von sexistischem Verhalten und weist auf Minderjährige in dem Bereich hin.
Warum Palma die Räumung fordert
Martínez hatte die Räumung bereits zuvor verlangt. Nach Angaben der Stadt beeinträchtigt das Camp die Nutzung des Platzes. Die städtischen Dienste könnten dort seit mehr als einer Woche Reinigung und Instandhaltung nicht wie gewohnt erledigen.
Die Stadt verweist außerdem darauf, dass die angemeldete Versammlung auf den 28. und 29. September begrenzt war. Sie respektiere das Versammlungsrecht, sehe die derzeitige Situation auf dem Platz aber nicht mehr als Teil dieser Anmeldung. Flama bietet sie Unterstützung bei einer Kontaktaufnahme mit der Unidad de Atención a la Familia y Mujer (UFAM) an.
Was die Camp-Versammlung vereinbart hat
Nach Flamas öffentlichen Vorwürfen kamen die Menschen im Camp zu einer internen Versammlung zusammen. Betroffene schilderten dort, was geschehen war. Die Versammlung vereinbarte, dass Personen den Platz verlassen, deren Anwesenheit Konflikte oder Unsicherheit ausgelöst hatte.
Zudem schlug die Versammlung ein Verfahren zum Umgang mit Belästigung und anderen Formen von Gewalt vor. Im Camp gibt es nun eine Anlaufstelle für LGTBI-Themen und Unterstützung. Flama erklärte, es habe öffentliche Entschuldigungen für bestimmte Äußerungen und Verhaltensweisen gegeben. Der Zusammenschluss will beobachten, wie die vereinbarten Maßnahmen umgesetzt werden und ob sich die betroffenen Frauen sicher fühlen können.
Quelle: Europa Press / Mallorca.com