Balearen vorn: Berufsschulen tüfteln für Firmen
Auf den Balearen arbeiten Berufsschulen an konkreten Aufgaben von Unternehmen – unter anderem bei sogenannten Hackathons. Eine am Freitag, 23. Oktober 2026, vorgestellte Studie der Stiftungen CaixaBank Dualiza und Cotec zählt die Inselgruppe zu den Regionen mit besonders langer Erfahrung bei der Einbindung von Innovation in die Berufsausbildung. Für die Untersuchung befragten die Stiftungen 258 Einrichtungen der spanischen Berufsausbildung, der Formación Profesional (FP).
Lehrkräfte entwickeln Ideen für den Unterricht
Der Studie zufolge verfügt die Inselgruppe seit mehr als drei Jahren über eine spezialisierte Einrichtung, die Berufsschulen bei Innovation unterstützt. Das balearische Zentrum für Ausbildung, Innovation und Entwicklung in der Berufsausbildung schult Lehrkräfte fachlich und betreut Förderaufrufe für neue Unterrichtsprojekte und Technologien.
Ein Beispiel aus der Untersuchung stammt vom Berufsausbildungszentrum CIFP Pau Casesnoves: Bei einem Treffen erarbeiteten Lehrkräfte mit gemeinschaftlichen Methoden Ideen für den Strategieplan ihrer Schule. Auf den Balearen gibt es zudem Förderaufrufe für Digitalisierungsprojekte und den Wissenstransfer in der Berufsausbildung.
Firmen bringen Aufgaben aus dem Alltag ein
Bei betrieblichen Hackathons entwickeln Teilnehmende Lösungen für konkrete Aufgaben von Unternehmen. Laut Studie arbeiten Betriebe auch mit Berufsschulen zusammen, um Prototypen, technische Dienstleistungen und Lösungen für ihre Produktionsabläufe zu erhalten.
Die Forschenden sehen jedoch Unterschiede zwischen den spanischen Regionen: Manche haben feste Strukturen für Innovation aufgebaut, andere setzen eher auf einzelne Maßnahmen. Landesweit flossen 2025 mehr als 36 Millionen Euro in Förderaufrufe für Innovationsprojekte der Berufsausbildung. Davon entfielen 30 Millionen Euro auf einen Aufruf des spanischen Bildungsministeriums.
Themen: Bildung
Quelle: Europa Press / Mallorca.com