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62,5 Prozent auf den Balearen wollen besseren Job als Eltern

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

62,5 Prozent der Jugendlichen auf den Balearen erwarten einen besseren Job als ihre Eltern, wenn sie etwa 30 Jahre alt sind. 20,6 Prozent rechnen dagegen mit einer niedrigeren beruflichen Stellung, 16,9 Prozent mit einem ähnlichen Niveau. Das zeigt die jüngste Ausgabe von „Focus on Spanish Society“ des Forschungsinstituts Funcas.

Archivo - Un estudiante trabaja con un ordenador portátil
Europa Press

Für die Untersuchung wertete Funcas Angaben aus dem PISA-Bericht 2025 aus. Darin wurden 15-Jährige gefragt, welchen Beruf sie mit 30 Jahren erwarten. Weil auch die Berufe ihrer Eltern bekannt sind, lässt sich vergleichen, wie viel beruflichen Aufstieg oder Abstieg die Jugendlichen für sich erwarten.

Viele Jugendliche haben ein klares Ziel

83,9 Prozent der Jugendlichen im Archipel sagen, dass sie für ihre berufliche Zukunft mit etwa 30 Jahren eine klare Erwartung haben. In ganz Spanien gehen sechs von zehn Jugendlichen davon aus, später beruflich besser dazustehen als ihre Eltern. 21 Prozent erwarten eine schlechtere Stellung, 19 Prozent ein ähnliches Niveau.

Spanien liegt mit 60 Prozent erwarteter Aufwärtsmobilität nahe bei Portugal mit 62,8 Prozent und Italien mit 60,2 Prozent. Funcas untersucht damit den sogenannten sozialen Aufstieg – also die Erwartung, beruflich über die Ausgangslage der eigenen Familie hinauszukommen.

Optimismus kann auch enttäuschen

Héctor Cebolla von der Direktion für Sozialstudien bei Funcas betont, dass PISA Erwartungen misst, nicht den später tatsächlich erreichten Beruf. Wenn die Ziele der Jugendlichen dauerhaft höher liegen als die soziale Ausgangslage ihrer Familien und sich ein Teil davon nicht erfüllt, könne der heutige Optimismus später zu Frust führen.

Die Erwartungen unterscheiden sich zwischen den spanischen Regionen deutlich. In Madrid rechnen 49 Prozent mit einem beruflichen Aufstieg gegenüber ihren Eltern, in Andalusien sind es 68 Prozent. Berücksichtigt die Studie die unterschiedliche soziale Ausgangslage der Familien, fallen diese Unterschiede kleiner aus, verschwinden aber nicht.

Themen: Wirtschaft

Quelle: Europa Press / Mallorca.com